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Waage – Nyasa Vidya, Angleichen an die Ebenen

19. Juni 2017, Farbstifte und Fotoarbeit

Die östlichen Weisen haben eine Wissenschaft der Überlagerung entwickelt, die Nyasa Vidya genannt wird. Dabei stellen sie sich vor, dass sie die ganze Erde oder den Kosmos durchdringen. Sie meditieren über den Nordpol in ihrem Herzzentrum, den Südpol in ihrem Basiszentrum, den Äquator in ihrem Solarplexus und das Himalaya in ihrem Herzen. Sie studieren innerlich die Magnetströme, die die Erde umströmen, und sie verwenden sie, um die Zentren entlang der Wirbelsäule zu reinigen und die Gedanken von persönlichen Einflüssen freizumachen.

Ebenso können Entsprechungen zwischen den Teilen des Körpers und den Planeten, den Sonnenzeichen oder den Ebenen des Bewusstseins hergestellt werden. Wenn wir uns vollkommen auf ein grösseres System ausrichten, gleichen sich die Energien unseres Systems an das grössere System an. Ungeordnetes wird neu geordnet, so dass wir strahlend und magnetisch werden.

Um diese Dimensionen darzustellen, legte ich die Silhouette eines menschlichen Körpers über ein Bild des Globus. Ich erzeugte das Strahlen der inneren Zentren mit Fotos von Aquamarin-Steinen und von einem Lotus. Man sieht die Linien des Magnetfelds als die menschlichen und die planetarische Aura. Die Zentralachse der Wirbelsäule wird via die Erdachse zu einer galaktischen Achse verlängert. Um die sieben Ebenen des Bewusstseins darzustellen, transformierte und multiplizierte ich Auszüge aus einem NASA-Foto der Sombrero-Galaxie.


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Waage – Durchqueren des Sonnenzentrums

14. Juni 2016, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Waage lehrt, sich vom Äusseren zum Inneren zu wenden, vom Umkreis des Lebens zum Zentrum. Dies wird symbolisiert von einem Kreis mit einem Mittelpunkt, was das Sonnenzentrum darstellt. Wenn wir über den zentralen Punkt des Herzzentrums meditieren, können wir in die subtilen Sphären eintreten und zu den höheren Ebenen emporsteigen. Der feurige Funke des ICH BIN ist der Sonnenengel, der wir unserem Wesen nach sing. Er ist ein Strahl von der Sonne. Auf der Reise empor kehren wir zu unserer Quelle zurück. Der Mensch ist ein potentielles Sonnensystem. Die Sonne, die wir sehen, ist ein Tor zur zentralen Sonne und diese wiederum ist ein Ausdruck der spirituellen Sonne. Wie die Sonne ist der Mensch ein Mikro-Bild der kosmischen Person. Diese Symbolik ist eine tiefe Meditation.

Während ich über die Symbolik der Waage nachdachte, versuchte ich die Zentren der verschiedenen Kreise zu visualisieren. Jedes Wesen hat einen individuellen Mittelpunkt und daher verschiedene Umkreise. Da sie jedoch alle Ausdrucksformen der einen Existenz sind, wird dies beschrieben als „Zentrum überall, Kreisumfang nirgends“.

Auf die Mittelachse des Bildes platzierte ich eine menschliche Silhouette mit den Energiezentren und einem strahlenden Herzzentrum. Im Hintergrund ist eine grössere feurige Silhouette, die das Sonnenwesen symbolisiert. Ich umgab sie mit Kreisen von verschiedener Grösse, um die verschiedenen Sphären und ihre Begrenzungen darzustellen. Vertikale Linien unterschiedlicher Längen illustrieren die Stufen des Aufstiegs durch die verschiedenen Ebenen.

Ich transformierte ein Bild von Krishna, um die kosmische Person darzustellen. Das menschliche und das solare Wesen schauen zur kosmischen Person, ihrem Ursprung. Die kosmische Person ist von einer Aura eines Sternenfeldes umgeben.


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Waage – Von der Peripherie zum Zentrum

13. Juni 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Der spirituelle Pfad führt von der Objektivität zur Subjektivität und über die subtilen Ebenen zur Wiedervereinigung mit dem göttlichen Zentrum. In der Bewegung durch den Tierkreis steht die Waage für die vollständige Entfaltung des objektiven Leben, wo man sich in den „Waagschalen“ verlieren oder zum Zentrum der Rotation zurückkehren kann, das dem Zentrum unserer Existenz entspricht. Objektivität ist horizontales Leben, Subjektivität ist vertikales Leben, und beide müssen einen rechten Winkel bilden, eine Balance im Zentrum.

Als ich innerlich nach dem neuen Bild suchte, erschien nichts, bis ein Zeitfenster da war, um an dem Bild zu arbeiten. Ich nahm eine horizontale und eine vertikale Linie wahr, die von Galaxien gebildet wurden. Ich begann, im „Google-Steinbruch“ nach zu suchen, um mich dem inneren Bild anzunähern und fand manch eine Galaxie und andere interessante Dinge, doch das innere Bild passte nicht mit den äusseren Puzzlesteinen zusammen. Ich fühlte mich unzufrieden.

Am nächsten Morgen in der Meditation sah ich klar die Struktur und die benötigten Elemente. Für die vertikale Linie nahm ich ein Foto der Milchstrasse und für die horizontale Linie, das Lichtfeld, ein Foto von der Sombrero-Galaxie. Ich überlagerte Elemente von Sternenfeldern und von einem Stern und fügte die Augen als Symbole der Mutter des Universums hinzu. Dann arbeitete ich mit den Farbstiften die Farben und Details aus und gab dem Bild ein letztes digitales Finish. Und ja, dies war das Bild, das sich zum Ausdruck bringen wollte.


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Waage – Der obere und der untere Vogel und der Magnetismus des Lebens

04. Juni 2014, Farbstifte und Fotoarbeit

In einer der Upanishaden gibt es die Geschichte von zwei Vögeln auf dem Lebensbaum, die ewige, unzertrennbare Freunde sind. Ein Vogel isst von den Früchten des Baumes; der andere erfreut sich daran, dem ersten beim Essen zuzuschauen. Der untere Vogel steht für die Persönlichkeit, die die Welt erlebt. Der obere Vogel ist die Seele, die Zeuge der Handlungen des niederen Selbst ist. Beide sind auf ewig vereint. Es ist eine sehr schöne Darstellung der Waage, die für Beziehung steht. Ein anderes Symbol für Beziehung ist der Magnet. Seine beiden Pole erzeugen ein Feld, das die Eisenfeilspäne anzieht und magnetisiert.

In diesem Bild fügte ich die beiden Symbole zusammen: Der obere Vogel in strahlendem Weiss beobachtet den unteren Vogel und schwebt darüber. Der zweite sitzt auf dem Boden und schaut nach hinten. Er ist ebenfalls weiss, aber ein wenig eingefärbt. Im Hintergrund sieht man die beiden Pole des Magneten in vertikaler Anordnung wie zwei Sonnen, die ihre Kraftfelder rings um ausbreiten und die Pole von Seele und Persönlichkeit illustrieren. Sie stellen auch den Stamm des Lebensbaumes dar, mit den Kraftlinien als Zweigen und Wurzeln.

Ich zeichnete die Linien auf einem Foto von Eisenfeilspänen, die um einen Magneten angeordnet sind. Die Spirituelle Astrologie nennt Karminrot die Farbe der Waage für den Durchschnittsmenschen, der in einer trüben Mischung von Emotion und Liebe lebt. Für einen Jünger, der die ätherischen Lotusse entwickelt hat, ist die Farbe Violett; Und wenn er sich im tausendblättrigen Lotus niedergelassen hat, ist die Farbe eine Mischung aus Blau und reinem Weiss. Man sieht diese Farbtöne im Bild schwingen.

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Waage - Der Aufstieg der Seele aus dem Abgrund

20. Mai 2013, A 5, Farbstifte und Fotoarbeit

Bei der symbolischen Reise durch den Tierkreis stellt die Waage die Illusionen dar, in denen sich die Seele verliert, wenn sich die Verbindung mit dem Lichtfaden verliert.

Ich visualisierte es als eine Schlucht und legte darüber die Struktur eines Labyrinths, welches die Windungen unseres Intellekts, unseres Gehirns darstellt. Eine Brücke aus Licht führt über die Kluft, und im Hintergrund ist das Licht einer grossen sich entfaltenden Blüte des Bewusstseins. Ein Pilger, Symbol des ewigen Teils der Seele, steht auf der linken Seite und schaut hinab in den Abgrund. An der linken Felswand sieht man die Bände einer Bibliothek; sie stellt die grossen Massen an Wissen dar, wo man sich in Konzepten verlieren kann. Ein alter Mann sieht vor der Bücherwand, ins Studieren absorbiert. Ein Weiser mit einem Stab beobachtet ihn. Er verkörpert Saturn, den Herrn der Zeit und den inneren Herrscher der Waage. Er ist der Hüter der Schwelle, die uns in einer Situation hält, bis die Lektion gelernt ist. Am Boden sieht man eine Schnecke, Symbol der sich langsam bewegenden Spirale der Zeit. Im Zentrum ist eine junge, in Weiss gekleidete Frau, welche die strebende Seele darstellt. Sie schaut zum führenden Engel auf der Rechten empor. Sie lauscht ihm und ist bereit, aus dem engen Abgrund zum Licht emporzusteigen.

Die Gestalten dieses Bildes sind genommen von Fotos oder umgewandelt von Gemälden von Edward Burne-Jones (1833-1889) und Louis Janmot (1814-1892).

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Waage - Die Geburt der neuen Erde

16. Juni 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Das Bild kam zu mir aus den Erfahrungen der vorhergehenden Monate und Wochen, die darin gipfelten, dass ich nach 21 Jahren die Kündigung meines Arbeitsvertrags erhielt. Ich fühlte mich frei, nach einer sehr turbulenten Zeit. Ich sah die alten Strukturen zusammenfallen, und zugleich spürte ich die keimende Saat des Neuen, das jedoch noch nicht manifest ist.

Oben im Bild sieht man eine Skyline - hell erleuchtete Hochhäuser auf einem brennenden Grund, der am Zusammenfallen ist. Unten bildet sich ein neuer Globus aus strahlenden ätherischen Blumen in einem Feld von tiefem Blau. Eine Gruppe Engel beobachtet die Schönheit mit verzückter Aufmerksamkeit.

Es besteht ein gewaltiger Kontrast zwischen der Subtilität der neuen Erde und der Zurschaustellung von Grösse der alten Strukturen, die dabei sind, in den Abgrund zu versinken.

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Waage - Die Mutter mit dem Tiger im Dschungel der Stadt

11. Juli 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Bei vielen Bildern verwende ich Symbole des Ostens und transponiere sie in ein westliches Umfeld. Für dieses Bild nahm ich die Inspiration von Durga, der undurchdringlichen Mutter mit dem Tiger, welche über die Zeit der Waage herrscht. Dieses Zeichen wird als die Zeit betrachtet, wo der Geist zu Leben in der dichtesten Materie hinabsteigt. In dieser Lebensphase kann man sich leicht auf dem Weg verlieren und den eigenen Lebenszweck vergessen.

Ich visualisierte dieses Leben in der dichtesten Materie mit dem Leben in einer Metropolis und nahm ein Foto von einer Strassenschlucht in New York. Für Durga nahm ich ein Gemälde eines englischen präraphaelitischen Malers, das die Natur darstellt, und transformierte seine Stellung, Farben und Ausdruck. Ich fügte ein Schwert und einen Lotus hinzu – das Schwert als ein Symbol der Stärke und der Lotus als das Symbol der Entfaltung. Ich nahm einen sibirischen Tiger in einer sprungbereiten Stellung. Dann arbeitete ich die ätherischen Bewegungen des Stadtlebens aus als die Bewegungen der Energie, welche die Gestalt der Durga umgibt.

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Waage – Gleichgewicht des niederen und des höheren Pols

8. August 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Im Zentrum des Bildes sieht man die Doppelpyramide, die Spitze zum Himmel gerichtet, den unteren Teil zur Erde. Sie ist ein Zeichen des Schutzes, das im Osten Gopura genannt wird. Oben sieht man eine Öffnung zu höheren Sphären, von wo Licht durch die Doppelpyramide herabsteigt und auf der Erde verankert wird.

Unten sieht man einen Bahnhof. Die Schienen symbolisieren die vielen Richtungen der Züge des Lebens, wo man in der Waage zu Kreuzungen kommt und man über die Richtung des eigenen Lebens zu entscheiden hat. Im niederen Teil der nach unten gerichteten Pyramide sieht man das Symbol von Venus, der Herrscherin der Waage. Venus stellt das Licht der Seele dar, welches die physische Sphäre des Lebens erleuchten sollte. Der Treffpunkt der oberen und der niederen Pyramide verschmilzt mit dem niederen Teil des Symbols der Waage im Hintergrund; die untere Linie symbolisiert die materielle Welt und der obere Teil den Geist, der in Ausgewogenheit darüber schwebt. So erscheint aus dem Zentrum des Symbols ein Kreis aus Licht mit einem schwebenden Adler. Die Schwingen stehen für das gut ausgeglichene Paar der Gegensätze, die es ermöglichen, das Leben in einem guten Gleichgewicht zu leben.

Die Lichtsphäre im oberen Teil ist von Sternen umgeben, und auf dem blauen Hintergrund sieht man die Glyphen von Saturn und Uranus, den höheren Herrschern der Waage, welche Disziplin und Umwandlung in das Leben des Jüngers auf dem Pfad bringen.

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Jungfrau - Das Licht in der Materie

18. Juli 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Ich verwendete ein Foto von einer rosafarbenen Lilie als Symbol der Reinheit und der jungfräulichen Natur. Die Gestalt der Jungfrau verschmilzt mit der Lilie und dem Stempel an ihrem Schoss, Zeichen ihrer schöpferischen Kraft.

Die Jungfrau hält eine Kornähre in ihrer rechten Hand, um die Welt zu nähren, und in ihrer Linken das Symbol von Merkur als die Lampe des spirituellen Lichts. Merkur ist der Herrscher von Jungfrau.

Über ihrem Kopf sieht man sieben Sterne, welche die sieben Strahlen des Lichts darstellen, und von dem Zentrum steigt das Licht auf sie herab und umgibt sie. Sie ist die Vertreterin der Mutter der Welt, vor der aus sich die gesamte Schöpfung durch sieben Ebenen manifestiert. So ist sie von den sieben Farben des Regenbogens auf dem blauen Hintergrund umgeben, dem kosmischen Bewusstsein. Hinter der Jungfrau sieht man die Sphäre der Erde in Rot mit sieben Samen, die für künftige Ernten keimen. Rings um die Lilie sieht man eine Wiese mit Blumen auf einem rötlichen Hintergrund, Zeichen des Wachstums spiritueller Entfaltung.