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Wassermann – Der Herr des Auges

17. Oktober 2017, Farbstifte und Fotoarbeit

Laut den östlichen Weisheitslehren wird die gesamte Schöpfung durch einen Impuls hervorgebracht, der aus dem Hintergrund der Existenz hervorkommt. Er wird als ein Licht beschrieben, das aus dem „Auge Shivas“ hervortritt. Am Ende einer Schöpfung wird alles wieder in dieses Auge vom Herrn des göttlichen Willens hinein absorbiert, bis die nächste Schöpfung hervorgebracht wird.

Der Durchlass des Hervortretens und Verschmelzens wird der Wassermann-Punkt genannt. Im menschlichen Körper entspricht er dem höheren dritten Auge an der Spitze der Stirn. Wenn dieses „Auge Shivas“ in uns geöffnet wird, ist es wie ein Blitz, der den göttlichen Willen zum Ausdruck bringt und durch das ganze System geht. Dieses Auge kann erschaffen und zerstören; daher kann das Wissen darüber der gegenwärtigen Menschen, die eigennützig orientiert ist, nicht gegeben werden.

Um den ersten Impuls zu visualisieren, verschmolz ich Bilder von kleinen Wellen auf einer Wasseroberfläche, von einer Galaxie und von Sonnenaufgängen. Ich transformierte das Foto einer Statue von Shiva (Wikimedia: Kachnar City, Autor Diveshsc), der einen Dreizack mit einer Trommel und eine Mala hält, Symbolen der Schwingung von Klang und vom Äther. Die Schlange um seinen Nacken stellt die zu den schöpferischen Ebenen emporgehobene Kundalini-Energie dar. Aus seinem dritten Auge durchdringt der Impuls des elektrischen Feuers alle Ebenen der Existenz.


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Wassermann – Der Wassermann-Topf und der ewige Tänzer

8. Oktober 2016, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Weisheitslehren beschreiben den Vorgang der Manifestation als einen Tunnel, wo auf der einen Seite die Schöpfung ist und auf der anderen Seite ein scheinbares Vakuum, der potentielle Raum. Dies wird vom Symbol des Wassermann-Topfs illustriert. Er hat zwei Öffnungen: von der einen Seite sieht man ein ständiges Herabströmen von Wasser, doch auf der anderen Seite kommt kein Wasser herein. Es scheint, als käme es aus dem Nichts und dass eine Magie die Schöpfung hervorbringt.

Die Wellen des Raum-Ozeans kommen in rhythmischen, tanzenden Bewegungen aus dieser Quelle. Der Herr dieses vibrierenden Prinzips in der Schöpfung ist Shiva als der ewige Tänzer, Nataraja genannt. Wenn er seinen Tanz beendet, dann hört die Schöpfung auf.

Für das Bild nahm ich das Foto einer Statue des tanzenden Shivas in meinem Arbeitszimmer und erstellte einen Wassermann-Topf mit herabströmendem Wasser. Der Topf leuchtet in Violett und Blau, den Farben des Wassermanns. Der ihn umgebende Flammenboden steht für die Sphäre, in die hinein die Manifestation geschieht. Shiva tanzt in dem Wasserstrom, der sich zu den Spektralfarben auffächert. Er ist von schlangenähnlichen Formen auf einem sternbedeckten Hintergrund umgeben, die die Schwingungen des Raumes symbolisieren. Die rhythmischen Pulsierungen des Raumen werden von seiner kleinen Trommel auf der linken Seite dargestellt. Der Globus im Hintergrund unten steht für die Erde, die die Wassermann-Energien empfängt.


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Wassermann – Der Wassermann-Durchgang

12. Oktober 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Die östlichen Schriften beschreiben in poetischer Form die Geburt der Materie und den Durchgang ihrer Bildung aus dem Raum als einen Fluss, der durch alle Ebenen fliesst. Die offensichtliche Schöpfung kommt aus dem scheinbaren Nichts hervor, und die Brücke zwischen diesen Zuständen wird der Wassermann-Durchgang genannt. Auf der einen Seite ist die Schöpfung und auf der anderen Seite ist das scheinbare Vakuum, das in Wirklichkeit alles ist. Der Punkt des Hervortretens der Existenz drückt sich als das tiefe Blau des Raumes aus. Aus dem Dunkelblau geschieht die gesamte andere Manifestation. Blau ist nur reines Weiss in seiner Tiefe. Für das spirituelle Auge existieren alle Farben im Blau.

Der Punkt des Wassermann-Durchgangs in uns ist das Auge Shivas, des göttlichen Willens. Dieses Auge befindet sich oben auf der Stirn und es ist weit höher als unser drittes Auge. Durch dieses Zentrum können Energien aus suprakosmischen Sphären in alle Ebenen der Schöpfung herabfliessen. Dieser Durchgang wird benutzt, um alles, was existiert, zu absorbieren oder neue Energien für eine neue Schöpfung hervorströmen zu lassen. Die Schriften sagen: „Wenn Shiva sein Auge öffnet, kann alles zerstört werden.“

Um den Wassermann-Durchgang zu visualisieren, platzierte ich ein dunkelblaues Feld ganz oben ins Bild, gefolgt von einem Feld von strahlendem Weiss. Darunter gestaltete ich das dritte Auge Shivas und zwei geschlossene Augen –den Fokus nach innen symbolisierend – mit Hilfe des Bilds einer Holzstatue von Shiva, das ich in Goldgelb ausarbeitete. Aus dem dritten Auge strömt weisses Licht auf die Erde herab. Es wird auf der Spitze des Weissen Berges empfangen, des Mont Blanc. Ich nahm das Bild dieses höchsten Berges der Alpen während eines Flugs zurück von Spanien auf. Im Hintergrund verschmolz ich ein anderes Foto des blauen Himmels mit einem Bild einer Wasserflut von den Wasserfällen von Iguazu, die zwischen Brasilien und Argentinien gelegen sind. Dies symbolisiert die Gewässer des Raumes, die alle Potentiale der Schöpfung enthalten.


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Wassermann - Apollo und das Lied des Lichts

16. Oktober 2014, Farbstifte und Fotoarbeit

Auf einer sehr subtilen Ebene konvergieren Farbe und Klang und werden eins. Diese Ebene ist mit dem Wassermann verbunden und mit einer supra-kosmischen Intelligenz, Vena der Gandharva genannt. Die Veden sagen, er singe fröhlich das „Lied des Lichts“. Der griechische Apollo ist kein anderer als Vena; durch seinen Einfluss werden die Prinzipien von Klang und Licht auf den höheren Ebenen in identischen Skalen ausgedrückt.

Beim Meditieren über diese Entsprechungen stieg in mir ein Bild von Apollo auf; ein Instrument überlagerte sein Gesicht und Licht strömte von oben herab.

Für das Gemälde wählte ich ein Schwarzweiss-Foto von Apollo und konvertierte es in Hellgelb. Ich fand das Bild eines wunderschönen klassischen Instruments, der „Viola d’Amore“ (Liebes-Viola). Sie wird wie eine Violine verwendet und hat einen sanften, warmen Klang. Oben befinden sich 6-7 Spielsaiten und darunter gleichviel Resonanzsaiten - ein wunderschönes Symbol für die 6 Paare der Tierkreiszeichen oder der sieben Ebenen der Schöpfung in Manifestation und auf den subtilen Ebenen. Ich legte das Instrument auf das Gesicht von Apollo, so dass der obere Teil mit den Wirbeln und dem Kopf wie eine Leiter zu den Sphären des Lichts ist. Eine zweite Viola verschmilzt mit dem Gesicht von Apollo und ein Teil einer fast unsichtbaren dritten umgibt den Kopf wie einen Heiligenschein.

Für den Hintergrund nahm ich zunächst ein Foto von Uranus und verschmolz es mit einem anderen von einem Sternencluster aus der Konstellation Wassermann. Auch wenn man diese Elemente nicht mehr erkennt, sind sie im „Hintergrund“ dieses Bildes. Und das von oben kommende Licht scheint wie aus einem fast unsichtbaren Wassermann-Topf herabzuströmen.

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Wassermann – Agastya und Sirius

30. September 2013, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Weisheitslehren sprechen von Agastya oder Meister Jupiter als dem ältesten Mitglied der spirituellen Hierarchie. Seit undenklichen Zeiten ist er ein grosser Weiser auf der Erde und seine Taten werden in den Puranen beschrieben. In Südindien wird er auch Agathiyar genannt und als ein Siddha verehrt, der seinen Wohnsitz in den Nilagiris oder den Blauen Bergen hat. Er ist eng mit den Energien von Sirius verbunden und herrscht auf der Ebene des Tierkreises über das Zeichen Wassermann.

Die Entstehung dieses Bildes war für mich ein Paradox: Während einiger Wochen dachte ich darüber nach. Es gab den Anfangsimpuls zu dem Bild von Agastya, aber ich dachte, es sollte etwas anderes sein – und es kamen keine Gedanken. Ich fühlte mich frustriert, doch schliesslich folgte ich dem ursprünglichen Impuls, ein Bild mit einem Foto einer Statue von Agastya zu machen. Für den Hintergrund nahm ich ein Bild des Berges in den Nilagiris, von dem es heisst, dass er der Ort des Ashrams von Agastya ist. Dann integrierte ich ein Foto von Sirius. Am Computer und mit Stiften arbeitete ich an den Farben und Details des Ausdrucks. Als das Bild fertig war, war ich von seinem Strahlen begeistert.

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Wassermann - Die Zwillingsgötter und das Herabströmen kosmischer Energien

25. September 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Das Bild zeigt den Herabstrom kosmischer Energien zu unserem Planeten. Oben sieht man geflügelte Pferde, die Ashwins, die vedischen Zwillingsgötter. Darunter sind die zwei Seher Vasishta (rechts) und Agastya (links). Sie leiten spirituelle Hierarchien auf unserer Erde. Im Zentrum des oberen Dreiecks ist der Topf des Wassermanns, aus dem unaufhörlich die Wasser des Lebens ausströmen. Im niederen Dreieck ist ein Bild von Uranus, der die Energien für unser System empfängt. Darunter sieht man ein Dreieck von Bergen, die einen riesigen Lotus umgeben, in dem die Energien empfangen werden; im Vordergrund die Blauen Berge der Nilagiris, der Mount Kailash im rechten Hintergrund und vom „Schweizer Himalaja“ das Matterhorn zur Linken. Wenn man genau hinschaut, so erkennt man im Zentrum des Stroms eine Deva-Figur.

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Wassermann – Die Mutter mit dem Wassermann-Topf

01. Oktober 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Traditionellerweise wird der Wassermann als ein Mann dargestellt, der den Topf trägt, aus dem die Wasser des Lebens herabströmen. Für dieses Bild wählte ich eine weibliche Figur für den Wasserträger. Ich traf auf eine Madonna von Botticelli. Ich ersetzte das Jesuskind durch einen Wassertopf statt des Jesus hinzu und schuf einen Herabstrom von Licht aus einem Sonnenuntergang. Ich integrierte Sonnenstrahlen und ein NASA-Bild der Erde. Zum Schluss schuf ich eine Öffnung an der Rückseite des Topfes, als Symbol dafür, dass auf der einen Seite die Energie in die Manifestation herausströmt, auf der anderen Seite aber nichts hereinzukommen scheint.

Nun segnet die Mutter die Erde mit den Wassermann-Energien.

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Wassermann – Ewiger Strom vom Klang des Lebens

30. Oktober 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Wassermann ist die Manifestation vom ewigen Strom des Lebens aus unbekannter Quelle. Die Wasser fliessen aus dem Wassermann-Topf, aus dem scheinbaren Nichts auf der anderen Seite. Der Sonnengott Apollo mit seiner siebensaitigen Leier illustriert die musikalischen Schwingungen, welche die Schöpfung hervorbringen. Hier sieht man Apollo mit seiner Leier und dem Wassermann-Topf. Der Topf in seiner Hand wird zur Sonne, und die musikalischen Schwingungen breiten sich durch den Raum aus. Aus dem Topf kommt ein ständiger Strom von Lotussen hervor, dem Prinzip der Entfaltung. Auf einem dieser Lotusse sieht man CVV, den Wassermann-Meister, der auf der Weite der Gewässer des Raumes schwebt.