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Schütze – Schütze-Kontemplationen

15. August 2017, Farbstifte und Fotoarbeit

Wir sind ein Mikrokosmus, der alle Intelligenzen enthält, die die kosmische Person ausmachen. Wenn wir über diese Beziehung kontemplieren, erkennen wir, dass wir in der Essenz dem kosmischen Wesen gleich sind, und wir erlangen langsam die ursprüngliche Vollkommenheit zurück.

Unser Körper ist am Muladhara, dem Basiszentrum, in der Materie verankert. Esoterisch ist das höhere Muladhara mit dem Schützen verbunden. Es wird von Ganesha regiert, dem kosmischen Jupiter-Prinzip. Wenn Ganesha verehrt wird, ermöglicht er die Erfahrung vom strahlenden Licht im Inneren der Wirbelsäule und eine rasche Aufwärtsbewegung vom Muladhara zum Sahasrara. Der Aufstieg des Bewusstseins wird vom Adler symbolisiert.

Ich schuf eine Silhouette der kosmischen Person mit einem NASA-Foto eines Sternenfelds in der Schütze-Konstellation. Da Schütze die Zeit vor der Morgendämmerung darstellt, verschmolz ich ein Foto der Dämmerung mit den Sternen. Zu den Füssen der goldgelben Ganesha-Statue befindet sich ein Lotus als Symbol des Muladhara. Die Zentralachse der cerebro-spinalen Lichtsäule ist aus einem Wasserstrahl gebildet. Der aufsteigende Adler befindet sich beim Ajnazentrum der kosmischen Person, und ein strahlend blauer Stern bildet die Spitze des Sahasrara.


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Skorpion - Fall des Geistes und Geburt in das Ei des Raumes

25. Juli 2017, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Aktivität von Skorpion ist gekennzeichnet durch den Abstieg des Geistes in die Materie in Form einer konvergierenden Spirale. Aus höheren Ebenen fällt das Bewusstsein in die dicht-materiellen Zustände herab und wird im Raum eingeschlossen wie in einem Ei. Dieser Fall wird mit einem umgekehrten Kegel verglichen, in dem eine Schlange verborgen ist. Auch wenn die menschliche Seele in den Mutterschoss herabsteigt, verliert sie das Geist-Bewusstsein. Es braucht Äonen an Zeit, bis die Seele wieder die Begrenzungen der Materie überwindet und ihre Quelle erreicht, die Vereinigung mit dem Geist.

Um den Abstieg des Geistes aus kosmischen Ebenen zu illustrieren, schuf ich eine mit Sternenstaub umgebene schlangenartige Spirale. Die Form des umgekehrten Kegels wurde mit dem Bild eines Schalentiers gestaltet. Auf beiden Seiten der Schale strömt Sternenstaub herab.

In den unteren Teil des Bildes fügte ich drei Eier ein: ein kleines Ei auf den Schoss von Eva, nach der Bibel der ersten Frau; ein grösseres Ei bei der unteren Hälfte von Evas Körper, als ein Symbol für das Überwinden des niederen Selbst; das dritte Ei umgibt Eva und verschmilzt mit der Spirale – ein Symbol der individuellen Seele, die sich auf dem aufwärtsführenden Weg der Überseele öffnet. Die Originalstatue von Eva, 1910 realisiert von Jacob Ungerer, befindet sich beim Rathaus Hamburg.

Die Bodenlinie ist dunkel. Aus ihr erhebt sich eine rötliche Skyline, die mit einem Foto von Häuserfassaden in Buenos Aires gemacht wurde. Die Millionenstädte sind Orte, wo viele menschliche Seelen unter dem Druck des modernen materiellen Lebens leben.


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Waage – Nyasa Vidya, Angleichen an die Ebenen

19. Juni 2017, Farbstifte und Fotoarbeit

Die östlichen Weisen haben eine Wissenschaft der Überlagerung entwickelt, die Nyasa Vidya genannt wird. Dabei stellen sie sich vor, dass sie die ganze Erde oder den Kosmos durchdringen. Sie meditieren über den Nordpol in ihrem Herzzentrum, den Südpol in ihrem Basiszentrum, den Äquator in ihrem Solarplexus und das Himalaya in ihrem Herzen. Sie studieren innerlich die Magnetströme, die die Erde umströmen, und sie verwenden sie, um die Zentren entlang der Wirbelsäule zu reinigen und die Gedanken von persönlichen Einflüssen freizumachen.

Ebenso können Entsprechungen zwischen den Teilen des Körpers und den Planeten, den Sonnenzeichen oder den Ebenen des Bewusstseins hergestellt werden. Wenn wir uns vollkommen auf ein grösseres System ausrichten, gleichen sich die Energien unseres Systems an das grössere System an. Ungeordnetes wird neu geordnet, so dass wir strahlend und magnetisch werden.

Um diese Dimensionen darzustellen, legte ich die Silhouette eines menschlichen Körpers über ein Bild des Globus. Ich erzeugte das Strahlen der inneren Zentren mit Fotos von Aquamarin-Steinen und von einem Lotus. Man sieht die Linien des Magnetfelds als die menschlichen und die planetarische Aura. Die Zentralachse der Wirbelsäule wird via die Erdachse zu einer galaktischen Achse verlängert. Um die sieben Ebenen des Bewusstseins darzustellen, transformierte und multiplizierte ich Auszüge aus einem NASA-Foto der Sombrero-Galaxie.


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Jungfrau - Die Weltmutter und die vier Stadien des Wortes

17. Mai 2017, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Weltmutter ist der erhabenste Aspekt der Schöpfung. Sie ist das unbegrenzte Licht des Bewusstseins, das als die reine jungfräuliche Natur aus dem Hintergrund der Existenz hervortritt. Jungfrau stellt diesen Aspekt des Logos als Mutter da. Von dort kommt die Schöpfung in vier Stadien hervor. Sie werden die Stadien der Äusserung des Schöpfers genannt. Die Objektivität ist das vierte Stadium; drei Stadien vom Hervortreten des Wortes sind in der Subjektivität verborgen. Das objektive Stadium ist wie der stimmhafte Satz unserer Sprache. Zuvor gibt es den mentalen Satz, der aus einer Idee kommt, und die Idee tritt aus dem Bewusstsein hervor.

Für die Darstellung der Weltmutter transformierte ich das Foto einer Statue der Mutter, dass am Godavari-Fluss in Rajahmundry, Indien steht. Die vier Stadien des Wortes werden durch verschiedene Kreise illustriert. Im Herzzentrum und im Hintergrund sieht man das Sri Yantra, ein Symbol der Mutter, welches die Weisheit der Göttin enthält.

Die „Landschaft“, in der die Mutter steht, wurde mit einer Lotusblüte gestaltet. Für die Farben des Hintergrunds verwendete ich das Foto eines Sonnenaufgangs in den Nilagiris. Die Sterne der Plejaden-Konstellation, die sieben Mütter, wurden mit Hilfe der Stellarium-Software erzeugt.


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Löwe – Herkules bezwingt den inneren Löwen

20. April 2017, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Geschichte von Herkules ist die symbolische Reise von innerer Transformation und Einweihung. Herkules stellt den Aspiranten dar, der zu einem Jünger wird und sich als Seele erkennt. Später steigt er weiter auf, um die Universalseele zu verwirklichen. Die Arbeiten des Herkules sind eine Reise durch den Tierkreis, und die fünfte Arbeit entspricht dem Löwen.

Herkules wird gebeten, den Nemeischen Löwen zu töten. Der Löwe stellt unsere niedere Natur dar, die Persönlichkeit. Den Löwen zu töten bedeutet, unser Ego zu überwinden und unsere Identität mit der Seele zu verwirklichen. Die Höhle des Löwen ist das Herz. Wir gehen nach innen und lauschen auf den Klang des Atems, der mit dem Brüllen des Löwen verglichen wird. Indem wir die Pulsierung beobachten, gelangen wir allmählich zur subtilen Pulsierung; dies wird „das Betreten der Höhle innerhalb der Höhle“ genannt. In einem tiefen Zustand der Meditation, wenn die Atmung innehält, treffen wir das höhere Selbst. Nur der ursprüngliche Gedanke „Ich bin“ existiert; kein anderer Gedanke bleibt übrig. Wenn es keine Identifikation mit der Persönlichkeit gibt, ist der „Löwe getötet“. Der Lehrer sagt Herkules jedoch, dass der Löwe immer wieder getötet werden muss, sonst kommt er zurück.

Für Herkules‘ Kampf mit dem Löwen in der Höhle bearbeitete ich ein Foto von einer Renaissance-Brosche (Wikimedia: Sailko). Im Hintergrund steht der umgewandelte Eingeweihte, der sich als Teil der Universalseele erkannt hat. Dazu verwendete ich ein Foto (Wikimedia: Wouter Engler) einer Bronzestatue von Herkules aus dem 2. Jahrhundert n.Chr., die in Pompei ausgegraben wurde (Vatikan-Museen). Die goldene Farbe der Statue symbolisiert den Ätherkörper des Eingeweihten, in dem sich das göttliche Licht von oben her spiegelt.


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Krebs - Artemis, Ebenen der Reflexion

18. März 2017, Farbstifte und Fotoarbeit

Der sichtbare Mond ist nur der physischen Körper, der das Mond-Prinzip enthält. Der Mond ist der Herr des Krebses und steht mit unserem Denkvermögen in Beziehung. Wie der Mond das Licht der Sonne reflektiert, so reflektiert unser Denken das solare Licht des inneren Sonnenprinzips, der Seele. Der Mond reflektiert auch das Licht des höheren Mondes, der in den östlichen Schriften Soma genannt wird. Soma, der göttliche Musiker, herrscht über das kosmische Denken; seine Strahlen werden vom Mond via Neptun empfangen. Der Mond steht für das weibliche Prinzip, die Mutter. Er stimuliert die Befruchtung sowie die Geburt und das Wachstum der Fauna und Flora auf Erden. Katzen ziehen den Magnetismus des Mondes an; daher betrachteten die Ägypter sie als heilig. Artemis, die griechische Göttin der Jagd und des Mondes, kann als ein Symbol des Denkvermögens und der schnellen Gedanken verstanden werden.

Um diese spirituellen Dimensionen zu verbildlichen, bearbeitete ich das Bild einer Büste von Diana/Artemis mit einer kontemplativen Miene. Das Gesicht ist auf der einen Seite umgeben von einer Katze und auf der anderen von Orchideen, die mit Spiegelungen von Sternen übersät sind. Zuoberst sieht man Mondlicht, das von jenseits kommt. Es spiegelt sich auf dem bläulichen Globus von Neptun und kommt herab zur Sphäre des Mondes. Der Mond wiederum verschmilzt mit dem Haupt von Artemis.


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Zwillinge – Ardhanari, der männlich-weibliche Gott

18. Februar 2017, Farbstifte und Fotoarbeit

Wenn die Schöpfung aus dem Hintergrund der absoluten Existenz hervorkommt, manifestiert sie sich als Existenz mit Gewahrsein. Sie wird auch Vater-Mutter genannt, das Wechselspiel des männlich-weiblichen Gottes. Wir sagen nicht, es sei männlich und weiblich, da es eine untrennbare Einheit bildet. Es ist der Ardhanari der Inder, der hebräische Adonai oder der griechische Hermaphrodit. Ardhanari wird normalerweise dargestellt mit der rechten Seite als der männliche Shiva und der linken Seite als seine Gefährtin Shakti, seiner Energie.

In der Astrologie wird der männlich-weibliche Gott das soli-lunare Prinzip genannt, das Licht und seine Reflektion. Es ist mit Zwillinge verbunden, wo sich die Einheit in zwei aufteilt. In unserem Körper steht das linke Auge mit der Mutter, dem lunaren Prinzip und dem Ida-Nadi (subtiler Nerv) in Verbindung; das rechte Auge ist mit dem Vater, dem solaren Prinzip und dem Pingala-Nadi verbunden; der Sohn wiederum ist die Sushumna sowie das Ajna-Zentrum oder das dritte Auge.

Für das Gesicht von Ardhanari verschmolz ich Fotos einer Durga-Statue und vom mittleren Gesicht einer Dattatreya-Statue, die Vishnu symbolisiert. Beim rechten Auge schuf ich den Strahlenkranz der glänzenden Sonne, beim linken Auge die Mondsichel umgeben von einem Feld von Dunkelblau. Ich wandelte ein Bild von Aldebaran, dem „Auge des Bullen“ zum dritten Auge um; und Regulus, der blau-weisse Stern der Konstellation Löwe, ist im Zentrum der Krone platziert.


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Stier - Krishnas Flöte, mikro- und makrokosmische Zentren

29. Januar 2017, Farbstifte und Fotoarbeit

Die östliche Weisheit kennt sieben sensitive Punkte entlang der Wirbelsäule und im Kopf, die sieben Chakras. Sie werden mit Krishnas Flöte verglichen, mit der er die Mitmenschen verzaubert. Die sieben Zentren sind wiederum in der Gegend zwischen dem Kehlzentrum und einem Punkt genau oberhalb des Ajna-Zentrums, der Geburtsort Indras genannt. enthalten. Es gibt sieben weitere Zentren oberhalb vom Nacken, dem vom Stier regierten Bereich. Auf der solar-kosmischen Ebene stehen diese Zentren mit den sieben Sternen der Konstellation der Plejaden in Beziehung. Die Sekretionen der Drüsen in dieser Körpergegend werden die spirituelle Nahrung genannt, mit der die Plejaden den Jünger nähren. Nach der ‚Spirituellen Astrologie‘ werden die Plejaden als die Frauen der sieben grossen Seher beschrieben, welche die Konstellation des Grossen Bären bilden. Sie erstellen eine Verbindung zwischen den sieben Sternen des Grossen Bären und den sieben Zentren oberhalb vom Nacken des Jüngers.

Um diese Beziehungen zu visualisieren, schuf ich die subtile Form des Kopfes als zwei ovale Lichtfelder. Krishnas Flöte als Wirbelsäule stellte ich durch Verschmelzen und Transformieren einer Bambus- und einer Messingflöte her, fügte sieben weisse Punkte hinzu und platzierte sie diagonal ins Bild. Ich gestaltete die makrokosmischen Zentren der Plejaden und des Grossen Bären und verband sie mit Lichtstrahlen mit dem Kopf, wo man die mikrokosmischen Entsprechungen sehen kann. Die sieben Zentren oberhalb vom Nacken werden von sieben Sternen symbolisiert, die mit Regenbogenfarben mit dem Kopf verbunden sind.

Mithilfe des Fotos eines Lingams schuf ich die symbolische Darstellung der verschiedenen Bewusstseinsebenen und platzierte unter die Flöte und auf eine Pfauenfeder, dem Symbol von Lord Krishna; sie bildet den Hintergrund.


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Widder – Durchdringung

12. Dezember 2016, Farbstifte und Fotoarbeit

Die alten vedischen Seher haben mit Hilfe von Symbolen tiefe Weisheit beschrieben. Sie sahen die Manifestation einer neuen Schöpfung aus einem goldenen Ei hervorkommen und die verschiedenen Dimensionen des Raumes durchdringen. Sie visualisierten den Beginn eines neuen Zyklus mit der Geschichte, wie der Kopf des stolzen Daksha abgeschnitten und durch das Haupt eines Widders ersetzt wird, dem Symbol von Widder, der Kraft des Hervortretens und Durchdringens. Weiter nahmen sie das Pferd als ein Symbol der Lebenskraft und sie sahen das Zeichen Widder als den Kopf des Pferdes. Die Sonnenstrahlen, die Übermittler der Lebenskraft, werden Pferde genannt und die sieben Strahlen werden als sieben Pferde gesehen, die den Sonnenwagen ziehen. Die Sonnenstrahlen werden verstanden als dass sie den Raum durchdringen und gleichzeitig in der Sonne, auf Erden und dazwischen gegenwärtig sind.

Während ich mehrere Tage über diese Symbole und Qualitäten meditierte, entwickelte sich langsam das Bild. Ich nahm den Widderkopf von dem Foto eines Brunnens in der Berner Altstadt. Ich stellte ihn in einen Kreis von zwölf Sonnen und schuf eine Sphäre mit den sieben Spektralfarben auf einem sternbedeckten Hintergrund. In die Mitte stellte ich eine eiförmige Form, aus der sich Licht ausbreitet – Symbol für die Urtiefe Aditi, die Mutter, welche die Devas gebiert, angefangen mit dem Sonnenlicht.

Im unteren Teil des Bildes gestaltete ich eine feurige Sphäre um die Sonne und ich platzierte dort sieben weisse Pferdeköpfe und fügte zu ihren Köpfen Flammen in den Farben der sieben Strahlen. Ich kreierte die Pferdeköpfe mit der Hilfe eines Wikipedia-Fotos von „Aleph“, welches die Quadriga des Brandenburger Tors in Berlin bei Nacht zeigt.


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Fische - Der Grosse Fisch und die Saat des Universums

14. November 2016, Farbstifte und Fotoarbeit

Fische steht für die Auflösung eines alten Zustands gefolgt von einer Lücke und dem Beginn eines neuen Zyklus. Die Geschichten von kleineren und grösseren Sintfluten entsprechen den monatlichen Zyklen von Neumond und Vollmond oder dem Ende und Beginn des Sonnenjahrs. Die Weisheitslehren erklären, dass die Erde, das Sonnensystem und auch das Universum durch solche Zyklen gehen. Es gibt periodische Auflösungen, die Pralaya genannt werden. Die Saaten der vorherigen Schöpfung werden die „Flut“ hindurch in einem Medium aufbewahrt, das durch ein Schiff symbolisiert wird, und der Herr in der Form eines grossen Fisches bringt die Saaten zu der neuen Schöpfung.

Ich visualisierte den Zyklus durch einen Kreis mit einem Mittelpunkt, Symbol der Sonne. Der Mittelpunkt ist zugleich ebenfalls wie eine Sonne, von der ein Strom hervorkommt. Das Wasser der Flut überschwemmt teils den Kreis. Zu diesem Übergangspunkt hat der Grosse Fisch das Boot hingezogen. Darinnen sind die Manus, die Saat einer neuen Schöpfung. Die Darstellung der Manus und dem Fisch wurde ausgehend von einer alten Mahabharata-Illustration von Ramanarayanadatta Astri erstellt. chwingungen des Raumes symbolisieren. Die rhythmischen Pulsierungen des Raumen werden von seiner kleinen Trommel auf der linken Seite dargestellt. Der Globus im Hintergrund unten steht für die Erde, die die Wassermann-Energien empfängt.


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Wassermann – Der Wassermann-Topf und der ewige Tänzer

8. Oktober 2016, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Weisheitslehren beschreiben den Vorgang der Manifestation als einen Tunnel, wo auf der einen Seite die Schöpfung ist und auf der anderen Seite ein scheinbares Vakuum, der potentielle Raum. Dies wird vom Symbol des Wassermann-Topfs illustriert. Er hat zwei Öffnungen: von der einen Seite sieht man ein ständiges Herabströmen von Wasser, doch auf der anderen Seite kommt kein Wasser herein. Es scheint, als käme es aus dem Nichts und dass eine Magie die Schöpfung hervorbringt.

Die Wellen des Raum-Ozeans kommen in rhythmischen, tanzenden Bewegungen aus dieser Quelle. Der Herr dieses vibrierenden Prinzips in der Schöpfung ist Shiva als der ewige Tänzer, Nataraja genannt. Wenn er seinen Tanz beendet, dann hört die Schöpfung auf.

Für das Bild nahm ich das Foto einer Statue des tanzenden Shivas in meinem Arbeitszimmer und erstellte einen Wassermann-Topf mit herabströmendem Wasser. Der Topf leuchtet in Violett und Blau, den Farben des Wassermanns. Der ihn umgebende Flammenboden steht für die Sphäre, in die hinein die Manifestation geschieht. Shiva tanzt in dem Wasserstrom, der sich zu den Spektralfarben auffächert. Er ist von schlangenähnlichen Formen auf einem sternbedeckten Hintergrund umgeben, die die Schwingungen des Raumes symbolisieren. Die rhythmischen Pulsierungen des Raumen werden von seiner kleinen Trommel auf der linken Seite dargestellt. Der Globus im Hintergrund unten steht für die Erde, die die Wassermann-Energien empfängt.


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Steinbock – Der Berg, der Stern, das weisse Gewand und das Tor des Todes

8. September 2016, Farbstifte und Fotoarbeit

Das Zeichen Steinbock wird als ein Berggipfel dargestellt, als der Punkt, wo Geist und Materie sich treffen. In diesem höchst subtilen und lichtdurchlässigen Zustand wird die Individualität so rein und transparent, dass das Licht von oben hindurchstrahlt. Die Persönlichkeit steigt zum höheren Selbst auf und die Seele bereitet sich darauf vor, die Überseele zu empfangen. Wenn die Überseele in eine Form herabsteigt, wird das Christusbewusstsein in einem reinen Gefäss geboren. Im Neuen Testament wird dieser reine Lichtkörper das „strahlende weisse Gewand“ genannt. Nachdem die Persönlichkeit überwunden ist, wird die Seele auf dem Berg der Verklärung verherrlicht. Es ist auch der Berg Sinai, wo Moses das „ICH BIN DAS ICH BIN“ im brennenden Busch erlebt. Der reine Lichtkörper wird durch einen strahlenden fünfzackigen Stern symbolisiert. Dieser Stern ist auch in der Gestalt des Menschen mit seinen ausgestreckten Armen, den zwei Beinen und dem Kopf verkörpert. Wir können diese Position einnehmen und uns mit geschlossenen Augen vorstellen, wie oranges oder goldenes Licht in uns eintritt.

Diese Symbolik ist in diesem Gemälde dargestellt. Für das orange Licht habe ich das Foto eines kosmischen Nebels umgewandelt, für den Berg das Foto eines Schweizer Berggipfels. Die Gestalt des Christus ist einem indischen Bild entnommen.

Steinbock wird auch das Tor des Todes genannt, die Befreiung aus der Bindung der Form. Krebs, das gegenüberliegende Zeichen, wird das Tor des Erdenlebens genannt, wo sich die Seelen in der Materie verlieren. Krebs wird vom Mond regiert. Ich habe den Zyklus der Inkarnationen mit den Mondphasen vom Nicht-Mond (Neumond) zum Vollmond und zurück zum Nicht-Mond dargestellt. Der Vollmond ist in das Zentrum einer grossen Mondsichel platziert, einem Symbol des formgebundenen Bewusstseins. Die bleichen Lichtkugeln unten stellen die in der Materie gebundenen Seelen dar.


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Schütze – Sieben Seher und sieben Bewusstseinsebenen

11. August 2016, Farbstifte und Fotoarbeit

Die östliche Weisheit beschreibt sieben in der Schöpfung wirkende Intelligenzen, die auf der kosmischen Ebene als sieben Prinzipien existieren. Sie werden die sieben Seher / Rishis oder die sieben Richter genannt. Sie haben sich als die sieben Sterne des Grossen Bären inkarniert und sich als sieben Strahlen zum Ausdruck gebracht. Dieses Prinzip drückt sich auch auf Erden als sieben grosse Weisen aus, als sieben Bewusstseinsebenen und in den sieben Energiezentren des menschlichen Körpers.

Die spirituelle Astrologie erklärt, dass Schütze das Zeichen des Richtens ist und die sieben Richter mit diesem Zeichen in Verbindung stehen. Schütze ist das Zeichen des Strebens nach erhabenen Zielen, wo der spirituelle Schüler davon träumt, ein Seher zu werden, dessen Pläne im Einklang mit dem kosmischen Plan sind.

Zu Beginn dieses Bildes überarbeitete ich ein Foto des Grossen Bären. Sieben Strahlen in den Farben, die den damit verbundenen Sehern entsprechen, kommen zur Erde herab. Dort werden die sieben Rishis als sieben Flammen darstellt, die ich auf die Gestalt der Erde überlagerte. Eine der Flammen strahlt in einer menschlichen Silhouette, in der eine Linie aus Regenbogenfarben die sieben Zentren verkörpert. Die Silhouette steht auf einer strahlenden bläulichen Sphäre. Der von einer subtilen Aura umgebene Globus erscheint wie die Pupille eines grossen Sehers. Das Bild hat einen Hintergrund aus Blau, der Farbe Jupiters, dem Herrscher von Schütze.


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Skorpion - Mars der Kumara und das sechsarmige Kreuz

18. Juli 2016, Farbstifte und Fotoarbeit

Skorpion wird von Mars regiert. Auf der weltlichen Ebene steht das Mars-Prinzip mit Blut, Kampf und Konflikten in Beziehung. Im Osten wird der erhabene Aspekt von Mars als Kumara visualisiert, das ‚Ich bin‘-Bewusstsein (erklärt in dem Buch ‚Mars. Der Kumara‘ von Dr. K. Parvathi Kumar). Wir können den Kumara als Licht visualisieren, das aus unserem Zentrum in sechs Richtungen hervorstrahlt – Ost, West, Nord, Süd, Oben und Unten. Das sechsarmige Kreuz stellt die sechs Dimensionen dar. Er wird als ein ewiger Jüngling von 16 Jahren beschrieben. Er hält einen Speer als eine kraftvolle himmlische Waffe. Wir können uns mit ihr als der Energie im Inneren unserer zerebrospinalen Säule identifizieren, die die niedere Natur durchdringt.

Der Kumara stellt die Achse Stier-Skorpion dar, um die herum der Tierkreis gebildet ist. Stier wird von Venus regiert und Skorpion von Mars. Die mit Skorpion verbundene männliche Energie von Mars tötet das Böse und bringt die Schlange der Weisheit hervor. Die weiblichen Qualitäten von Venus besänftigen die männliche Qualität von Macht und bringen Schönheit hervor.

Um diese Symbolik darzustellen, wandelte ich das Bild einer Statue des Kumaras mit einem Speer um. Ich konstruierte das vom Zentrum ausstrahlende sechsarmige Kreuz. Ich stellte es in die Mitte einer Ringgalaxie (Foto der NASA). Hinter den Kumara platzierte ich eine rote Rose, die die rötliche Aura bildet, ein Symbol des Schönheitsaspekts von Venus. Der Stängel der Rose ist mit der vertikalen Achse verschmolzen. Ich wandelte ihre Blätter in eine schlangenähnliche Form um, auf der der Kumara steht.


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Waage – Durchqueren des Sonnenzentrums

14. Juni 2016, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Waage lehrt, sich vom Äusseren zum Inneren zu wenden, vom Umkreis des Lebens zum Zentrum. Dies wird symbolisiert von einem Kreis mit einem Mittelpunkt, was das Sonnenzentrum darstellt. Wenn wir über den zentralen Punkt des Herzzentrums meditieren, können wir in die subtilen Sphären eintreten und zu den höheren Ebenen emporsteigen. Der feurige Funke des ICH BIN ist der Sonnenengel, der wir unserem Wesen nach sing. Er ist ein Strahl von der Sonne. Auf der Reise empor kehren wir zu unserer Quelle zurück. Der Mensch ist ein potentielles Sonnensystem. Die Sonne, die wir sehen, ist ein Tor zur zentralen Sonne und diese wiederum ist ein Ausdruck der spirituellen Sonne. Wie die Sonne ist der Mensch ein Mikro-Bild der kosmischen Person. Diese Symbolik ist eine tiefe Meditation.

Während ich über die Symbolik der Waage nachdachte, versuchte ich die Zentren der verschiedenen Kreise zu visualisieren. Jedes Wesen hat einen individuellen Mittelpunkt und daher verschiedene Umkreise. Da sie jedoch alle Ausdrucksformen der einen Existenz sind, wird dies beschrieben als „Zentrum überall, Kreisumfang nirgends“.

Auf die Mittelachse des Bildes platzierte ich eine menschliche Silhouette mit den Energiezentren und einem strahlenden Herzzentrum. Im Hintergrund ist eine grössere feurige Silhouette, die das Sonnenwesen symbolisiert. Ich umgab sie mit Kreisen von verschiedener Grösse, um die verschiedenen Sphären und ihre Begrenzungen darzustellen. Vertikale Linien unterschiedlicher Längen illustrieren die Stufen des Aufstiegs durch die verschiedenen Ebenen.

Ich transformierte ein Bild von Krishna, um die kosmische Person darzustellen. Das menschliche und das solare Wesen schauen zur kosmischen Person, ihrem Ursprung. Die kosmische Person ist von einer Aura eines Sternenfeldes umgeben.


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Jungfrau – Die Regenbogen-Aura der Weltmutter

14. Mai 2016, Farbstifte und Fotoarbeit

Jungfrau ist der Monat der Weltmutter, des universalen Bewusstseins oder der Grundlage der Schöpfung. In den Veden wird sie Gayatri genannt, das Licht der Welt, und mit dem berühmten Gayatri-Mantra verehrt. Sie wird mit fünf sichtbaren Gesichtern und einem unsichtbaren dargestellt. Von den fünf Gesichtern stellt das auf der äussersten rechten Seite das strahlende Sonnenlicht dar und das Gesicht auf der äussersten linken Seite das besänftigende Mondlicht. Dazwischen sind die drei Gesichter der Primärfarben in der Reihenfolge von Rot, Goldgelb und Blau. Das unsichtbare Gesicht im Hintergrund steht für das absolute Licht des Hintergrunds.

Die Weltmutter wird mit der Regenbogen-Aura dargestellt, was auf die sieben Ebenen der Schöpfung oder die sieben Strahlen des ursprünglichen Lichts verweist. Jede Ebene ist wiederum in sieben Unterebenen unterteilt, was so die kaleidoskopische Schönheit der Schöpfung erzeugt.

Um die Weltmutter darzustellen, wählte ich ein indisches Bild der Mutter und wandelte es um, indem dich die Farben veränderte und die Gesichter mit Auszügen aus Frauenportraits von westlichen Malern ersetzte, hauptsächlich vom 19. Jahrhundert. Ich bewahrte den Farbausdruck der Gesichter. Dann schuf ich eine kreisförmige Regenbogen-Aura um die Mutter und fügte sieben Regenbogen-Hemisphären auf einem blauen Hintergrund voller Sterne hinzu, was auf die Ausweitung des universalen Bewusstseins durch alle Ebenen der Schöpfung hinweist.


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Löwe – Der Pfad zur Überseele

15. April 2016, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Seele ist ein Bild Gottes. Sie ist ein Abbild der Überseele und drückt sich durch das Denken, die Sinne und den Körper aus. Wenn wir die göttliche Strahlung der Überseele berühren wollen, müssen wir unsere Verbindung mit der äusseren Form lösen und uns nach Innen hin orientieren. So wird der innere Mensch gebildet und wir können uns mehr mit der Überseele verbinden.

Als Symbol dieser Orientierung nach oben verwendete ich das Foto eines Freundes, wie er in Tibet auf einer Sanddüne vor einem See steht, Berge im Hintergrund und darüber ein weiter Himmel. Um die fünf Elemente von Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum darzustellen, die die Persönlichkeit umgeben, schuf ich verschiedenfarbige Sphären und die Gestalt des strebenden Menschen mit seinen emporgehobenen Händen.

Durch drei Kugeln – Überseele, Seele und Persönlichkeit – strömt Licht herab und wird im Menschen empfangen. Es wird im Kopf, im Herzen und im Basiszentrum verankert. Das Licht löst den Menschen aus dem Einfluss der umgebenden Sphären heraus. Er ist nach oben hin orientiert, um mit der Quelle des Lichts in Verbindung zu bleiben.


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Krebs – Abstieg und Wachstum der Seele in der Materie

06. März 2016, Farbstifte und Fotoarbeit

Krebs repräsentiert den Abstieg der Seele in die Materie und die Beziehung zwischen Mutter und Kind. Mit der Geburt ‚fällt‘ die Seele aus der geistigen Welt in die Materie, eingeschlossen in die dichte Hülle der physischen Inkarnation. Die Mutter nährt das Kind und gibt ihre Liebe. Mutter Natur schützt das Kind, bis es zur Seele erwacht und bewusst wieder von der Materie zurück zum Geist aufsteigt.

Während ich über die Symbolik von Krebs meditierte, bekam ich einen kurzen Blick auf eine konvergierende Spirale. In der Spirale erkannte ich die verschiedenen Schritte vom Abstieg der Seele in die Materie, und dies war verbunden mit der Mutter, die das heranwachsende Kind beschützt. Ihr Wechselspiel erinnerte mich an das Symbol von Krebs, ♋.

Es brauchte jedoch einige Zeit der Suche, bis ich Zugang zu der eigentlichen Komposition des Gemäldes fand. Als Ausgangspunkt wählte ich einen Shalagrama-Stein, einen Ammoniten, dessen Spiralen im Osten als Symbol des universalen Prinzips, Gott betrachtet werden. Ich transformierte Lichtreflektionen von Butterlampen in einem indischen Tempel, um die Stadien des Abstiegs der Seele darzustellen, und legte sie in verschiedenen Farbschattierungen über die Spirale. Für die Mutter und das Kind verwendete ich Elemente von zwei Renaissance-Malern: für die Mutter von einem Bild von Fra Filippo Lippi (1406-1469) und für das Kind von einem Bild von Fra Angelico (1395-1455). Die Spirale endet und beginnt im Herzen des Kindes, das in der Nähe vom Herzen der Mutter ist – Krebs regiert das Herzzentrum. Der Blick von Mutter Natur kommt aus einem Schleier aus Licht; das Gesicht des Kindes strahlt Stärke und Reinheit aus. Das umgebende grünliche Blau weist auf den höheren Herrscher von Krebs hin, Neptun.


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Zwillinge – Gruppenbewusstsein, Verschmelzen und Hervortreten

08. Februar 2016, Farbstifte und Fotoarbeit

Meditation erzeugt ein Energiefeld um uns herum. Wenn dies in einer Gruppe geschieht, so ist es viel wirkungsvoller. Indem OM als Gruppe geäussert wird, erbaut es einen grossen Lichtkanal in den Himmel und bringt erhabene Energien herein. Dies muss eine länger andauernde Intonation voller Absicht sein. Wir können in Stille die Energien empfangen, die von oben herabsteigen. Dabei mag das individuelle Bewusstsein Gruppenbewusstsein oder gar universales Bewusstsein erfahren.

Um diesen Vorgang darzustellen, verwendete ich ein Foto eines Gruppenlebens, das ich mit Schichten von Blau verschmolz. Im Vordergrund schuf ich ein Feld von verschiedenen Lichtkugeln mit der Hilfe von Fotos von Öllampen, Stadtlichtern und Flammen. Es symbolisiert den Vorgang des Verschmelzens der individuellen Seelen in das Gruppenbewusstsein. Die individuellen Einheiten steigen durch einen Lichtkanal empor zu einem Lichtpunkt, von dem leuchtend weisse und blaue Strahlen hervorkommen. So empfängt die Gruppe den Herabstrom des Lichts und wird emporgehoben.


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Stier - Die höhere Brücke und das Erwachen des Dritten Auges

25. Dezember 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Um die Energiestrukturen in den subtilen Sphären wahrzunehmen, muss man die inneren Sinnesorgane entwickeln und durch rechtes Leben und spirituelle Übungen sein System reinigen. Es gibt verschiedene Energiezentren im Körper. Im Prozess der Entfaltung wird eine Brücke zwischen der Zirbeldrüse und der Hypophyse erbaut, die die entsprechenden subtilen Zentren verbindet. Wenn diese Brücke aus strahlendem Licht erbaut ist, öffnet sich das Zentrum des dritten Auges und ermöglicht subtile Wahrnehmung. Wenn das Bewusstsein weiter angehoben wird, wird eine Verbindung mit dem Zentrum an der Spitze vom Kopf errichtet.

Das Zentrum des dritten Auges steht mit dem Stier in Verbindung; es wird das „Auge des Bullen“ genannt und es herrscht über die Fähigkeit des Hellsehens. Im Kosmos entspricht es dem Stern Aldebaran.

Um diese subtilen Realitäten zu veranschaulichen, machte ich ein „Selfie“ des oberen Teils meines Kopfes. Ich legte darüber ein Bild von Aldebaran mit den umgebenden Sternen vom Stier und konstruierte die Lichtbrücke und das dritte Auge mit der Hilfe anderer Sterne. Ich stellte das Kopfzentrum dar, indem ich das Bild einer Blume umwandelte und die Gestalt der Blütenblätter in eine Bergszenerie umwandelte. Dann arbeitete ich an den Farben und am Strahlen.


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Widder - Die drei grossen Feuer und die kosmische Kundalini

16. Dezember 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Die drei Feuerzeichen des Tierkreises – Widder, Löwe und Schütze – werden als drei Feuer beschrieben: Das kosmische oder elektrische Feuer ist der Geist, die reine Energie. Es drückt sich durch das Sonnenfeuer aus, durch die Energie der Seele, und dann durch das irdische Feuer durch Reibung oder den sichtbaren Ausdruck der Energie. Bevor sich die Energie zu Sternenstaub verdichtet, um Sterne und Sonnensysteme zu bilden, wird sie in den östlichen Schriften die grosse Schlange Ananta, die kosmische Kundalini genannt. Sie wird mit dem Sternbild des Drachens identifiziert und beschrieben, dass sie sich auf dem grossen Milchmeer bewegt, dem unermesslichen Ozean von Sonnenkugeln in verschiedenen Stadien ihrer Manifestation.

Ich verbildlichte die drei grossen Feuer als drei Sonnen und verwendete dafür das Foto eines Sonnenaufgangs über dem Mittelmeer. Die feurigen Kugeln sind durch herabströmendes Licht verbunden, wobei die niedere von der höheren empfängt und ihrerseits das Licht verteilt.

Ich gestaltete die schlangenförmige Bewegung der kosmischen Kundalini, die sich spiralförmig durch die verschiedenen Ebenen der Schöpfung bewegt, mit Hilfe von Elementen aus einem Foto einer Ringgalaxie. Sie bewegt sich um die drei feurigen Zentren und erschafft die Matrix für die weitere Verdichtung hin zum sichtbaren Universum.


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Fische – Alpha im Omega, Omega im Alpha

12. November 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Fische werden als das Ende des Tierkreisjahres betrachtet, das zum nächsten Jahreszyklus überleitet, der mit der Frühlings-Tagundnachtgleiche beginnt. Für einen Menschen auf dem spirituellen Pfad sind die Fische der Anfang des Zyklus, da er sich in der Richtung zurück zum Ursprung bewegt. In der weltlichen Astrologie entsprechen die Fische den Füssen, während sie sich für den Jünger oberhalb des Kopfes befinden. Im Körper des Yogis stehen sie mit der Zirbeldrüse und der Hypophyse in Verbindung; sie helfen, das Licht der Höheren Brücke zu den kosmischen Bereichen des Bewusstseins zu erbauen. Dieses Licht ist der Ausdruck des ewigen JETZT, der Verschmelzung vom Anfang und Ende der Schöpfung.

Das Bild, das ich beim Meditieren über die Fische empfing, enthielt zwei Globen, die einander berühren, mit einem Licht zwischen ihnen und einem Kopf darunter. Ich verstand die Globensphären als der Kontakt der Vergangenheit mit der Zukunft im Licht der Gegenwart. Die beiden sich berührenden Sphären ergeben die Glyphe des Zeichens Fische. Ich erzeugte sie, indem ich verschiedene Fotos der Erde verschmolz, sowie den Stern Fomalhaut der Fische-Konstellation und einen Lotus.

Für den Kopf vereinte ich einen in Holz geschnitzten und einen Porzellan-Kopf vom Bodhisattwa Quan Yin, der weiblichen Entsprechung des Buddha, die besonders im Fernen Osten verehrt wird. Sie ist die Gottheit der Gnade und ist so eine der mit den Fischen verbundene Form der Weltmutter. In der Krone, die das Kopfzentrum symbolisiert, trägt sie eine Buddha-Figur, das Licht des Juwels im Lotus. Auf ihre Stirn habe ich die Lichtbrücke zwischen der Zirbeldrüse und der Hypophyse eingefügt, die mit dem kosmischen Licht verbindet.

Das tiefblaue Licht des Hintergrunds verschmilzt die Sterne des Firmaments mit den Nachtlichtern auf der Erde und mit der Aura von Quan Yin zu einem Ganzen.


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Wassermann – Der Wassermann-Durchgang

12. Oktober 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Die östlichen Schriften beschreiben in poetischer Form die Geburt der Materie und den Durchgang ihrer Bildung aus dem Raum als einen Fluss, der durch alle Ebenen fliesst. Die offensichtliche Schöpfung kommt aus dem scheinbaren Nichts hervor, und die Brücke zwischen diesen Zuständen wird der Wassermann-Durchgang genannt. Auf der einen Seite ist die Schöpfung und auf der anderen Seite ist das scheinbare Vakuum, das in Wirklichkeit alles ist. Der Punkt des Hervortretens der Existenz drückt sich als das tiefe Blau des Raumes aus. Aus dem Dunkelblau geschieht die gesamte andere Manifestation. Blau ist nur reines Weiss in seiner Tiefe. Für das spirituelle Auge existieren alle Farben im Blau.

Der Punkt des Wassermann-Durchgangs in uns ist das Auge Shivas, des göttlichen Willens. Dieses Auge befindet sich oben auf der Stirn und es ist weit höher als unser drittes Auge. Durch dieses Zentrum können Energien aus suprakosmischen Sphären in alle Ebenen der Schöpfung herabfliessen. Dieser Durchgang wird benutzt, um alles, was existiert, zu absorbieren oder neue Energien für eine neue Schöpfung hervorströmen zu lassen. Die Schriften sagen: „Wenn Shiva sein Auge öffnet, kann alles zerstört werden.“

Um den Wassermann-Durchgang zu visualisieren, platzierte ich ein dunkelblaues Feld ganz oben ins Bild, gefolgt von einem Feld von strahlendem Weiss. Darunter gestaltete ich das dritte Auge Shivas und zwei geschlossene Augen –den Fokus nach innen symbolisierend – mit Hilfe des Bilds einer Holzstatue von Shiva, das ich in Goldgelb ausarbeitete. Aus dem dritten Auge strömt weisses Licht auf die Erde herab. Es wird auf der Spitze des Weissen Berges empfangen, des Mont Blanc. Ich nahm das Bild dieses höchsten Berges der Alpen während eines Flugs zurück von Spanien auf. Im Hintergrund verschmolz ich ein anderes Foto des blauen Himmels mit einem Bild einer Wasserflut von den Wasserfällen von Iguazu, die zwischen Brasilien und Argentinien gelegen sind. Dies symbolisiert die Gewässer des Raumes, die alle Potentiale der Schöpfung enthalten.


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Steinbock – Aufstieg, Gipfel und Abstieg

02. Oktober 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Steinbock wird der Berg genannt. Die Erfahrung des Berggipfels symbolisiert Einweihung, der Höhepunkt langen und intensive Strebens. Nachdem man die Spitze erreicht hat, muss man wieder ins Tal zurückkehren, um die Essenz der eigenen Erfahrung zu teilen und andere Suchende zu führen.

Ungefähr acht Wochen vor Erstellen des Gemäldes entstand in meinem Denken ein Bild des Sri Yantras und von auf die Erde herabsteigender Lichtwesen. Als ich später in Santa Fe, Argentinien war, sah ich ein Bild vom Aconcagua, dem höchsten Gipfel der Anden und auch ausserhalb des Himalayas. Der Aconcagua ist der Sitz eines ätherischen Ashrams des Meisters der Violetten Flamme, und Violett ist die Farbe für den Eintritt in die subtilen Welten. Nur zwei Tage, bevor ich an dem Gemälde arbeitete, arrangierten sich die Details in der inneren Schau. Es dämmerte mir, auf die Spitze des Berges das Sri Yantra zu stellen, ein Symbol der göttlichen Mutter und des reinen Bewusstseins.

Ich verschmolz zwei Fotos vom Aconcagua, schuf eine das Bild durchdringende violette Schwingung, transformierte ein Bild des Sri Yantras, arbeitete an den Lichtreflektionen eines Fotos von der Skyline von Santa Fe und von einem Treppenhaus. Ich transformierte die Treppe zu den Farben Rot, Blau und Geld, die die drei Strahlen von Wille, Liebe und intelligentem Handeln darstellen. Ich kombinierte die Treppe mit den Lichtreflektionen als Symbol der auf- und absteigenden Seelen. Dann schuf ich eine zentrale Lichtsäule von oben bis unten als einer Darstellung der Antahkarana, der Lichtbrücke, die zu den höchsten Bereichen führt.


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Schütze – Die Reise empor

04. August 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Der Bogenschütze mit Pfeil und Bogen ist das Symbol des Schützen. Schütze ist ein Feuerzeichen, das mit langen Reisen verbunden ist und auf dem spirituellen Pfad mit der Reise zu höheren Bewusstseinsstufen. Der Grundgedanke ist, sich ein Ziel zu setzen und es mit zentrierter Aufmerksamkeit anzustreben. Der Mittelkanal der Wirbelsäule, die Sushumna, wird als der Sitz des Selbstbewusstseins betrachtet; dies ist der Pfeil in uns. In der östlichen Symbolik steht der heilige Klang OM für den Bogen mit seiner Sehne. Man setzt sich selbst als Pfeil auf den Bogen und spannt ihn, indem man sich tief ins Innere zurückzieht. Mit einem stabilen Denken schiesst man dann den Pfeil empor. Dies ist die Reise der Seele empor.

Während ich über das Bild des Monats nachdachte, sah ich die leuchtende Mittelsäule mit der durch die Zentren emporsteigenden Energie. Ich stellte den Bogenschützen durch den Umriss des goldenen Ätherkörpers dar, und die Hände halten nicht den Bogen, sondern sind erhoben, um das Herz zu schützen. Ich stellte das Symbol des OM auf die Stirn. Als Ausgangspunkt für den Bogen transformierte ich die Sichel der Erde von einem NASA-Foto, Symbol des Aufstiegs über das materielle Bewusstsein hinaus. Die aufsteigenden Flammen stehen für die feurige Aspiration, und von oben her steigt Segen aus höheren Sphären via das Kopfzentrum herab.


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Skorpion – Das Herz der Schildkröte

13. Juli 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Schildkröte ist ein Symbol des Menschen, der sich zum subjektiven Leben nach Innen wendet. Er zieht sich in die Höhle des Herzens zurück und erfährt den Einstrom des Lichts der Seele. Die vedischen Seher visualisierten die nach aussen gewölbte Schale der Schildkröte als den oberen Teil des Kopfes und als die Mikro-Version des oberen Raumgewölbes mit dem Nordpol über dem Kopf. Sie sahen die sieben Sterne des Grossen Bären in der Gegend des Kopfzentrums. Ähnlich fassten sie den niederen Pol als eine nach innen gewölbte Kuppel oder eine Schüssel auf, in der der Stern des Südens, Sirius oder Hundsstern genannt, in menschlichen Körper an der unteren Spitze der Wirbelsäule vorgestellt wird.

Über einige Tage entwickelte sich ein Bild in der Meditation: Es erschien eine Schildkröte mit einem strahlenden Herzen; dies war die Kuppel des Raumes im Innern des Kopfes, von der aus die leuchtende Mittelachse der Wirbelsäule herabführte. Ich schuf die Struktur des Bildes, indem ich das Foto einer Schildkröte umwandelte und darüber Schichten eines Bildes vom Grossen Bären und von einem Eisbären legte. Für die Mittelachse transformierte ich ein Foto der Milchstrasse. Am unteren Ende platzierte ich eine schüsselförmige Sphäre, und in ihrem Zentrum verschmolz ich ein Bild von Sirius mit dem eines Hundes. Dann arbeitete ich an den Farbschattierungen und den Übergängen. Die Art, wie sich das Bild entwickelte, war für mich wieder eine Überraschung.


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Waage – Von der Peripherie zum Zentrum

13. Juni 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Der spirituelle Pfad führt von der Objektivität zur Subjektivität und über die subtilen Ebenen zur Wiedervereinigung mit dem göttlichen Zentrum. In der Bewegung durch den Tierkreis steht die Waage für die vollständige Entfaltung des objektiven Leben, wo man sich in den „Waagschalen“ verlieren oder zum Zentrum der Rotation zurückkehren kann, das dem Zentrum unserer Existenz entspricht. Objektivität ist horizontales Leben, Subjektivität ist vertikales Leben, und beide müssen einen rechten Winkel bilden, eine Balance im Zentrum.

Als ich innerlich nach dem neuen Bild suchte, erschien nichts, bis ein Zeitfenster da war, um an dem Bild zu arbeiten. Ich nahm eine horizontale und eine vertikale Linie wahr, die von Galaxien gebildet wurden. Ich begann, im „Google-Steinbruch“ nach zu suchen, um mich dem inneren Bild anzunähern und fand manch eine Galaxie und andere interessante Dinge, doch das innere Bild passte nicht mit den äusseren Puzzlesteinen zusammen. Ich fühlte mich unzufrieden.

Am nächsten Morgen in der Meditation sah ich klar die Struktur und die benötigten Elemente. Für die vertikale Linie nahm ich ein Foto der Milchstrasse und für die horizontale Linie, das Lichtfeld, ein Foto von der Sombrero-Galaxie. Ich überlagerte Elemente von Sternenfeldern und von einem Stern und fügte die Augen als Symbole der Mutter des Universums hinzu. Dann arbeitete ich mit den Farbstiften die Farben und Details aus und gab dem Bild ein letztes digitales Finish. Und ja, dies war das Bild, das sich zum Ausdruck bringen wollte.


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Jungfrau – Mutter Natur beschützt das Sonnenkind

14. Mai 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Okkulte Symbolik ist ein Weg, um subtile Wahrheiten zu beschreiben, die einem normalen Verstehen als widersprüchlich oder unsinnig erscheinen. Ein intuitives Herangehen hilft, tiefere Einsichten zu erlangen.

Jungfrau steht für die langsame Entwicklung der Seele auf dem spirituellen Pfad; geheim wächst sie durch Krisen im Schosse des materiellen Lebens. Der Aspirant wird mit einem Kind verglichen, dessen Seele / Sonne still ein reines, jungfräuliches Wesen unter dem Schutz der Mutter Natur entwickelt. Die Natur ist wiederum eine Reflektion des Geistes und wird daher mit dem Mond verglichen, der auf den subtilen Ebenen Herrscher der Jungfrau ist.

Während ich über das Gemälde für den Monat Jungfrau meditierte, erhielt ich das Bild einer Kluft, an deren Grund sich die Seele befand und ganz oben das Haupt der göttlichen Mutter. Der Abgrund durchdrang sozusagen die sieben Ebenen der Schöpfung. Ein paar Tage später kam der Hinweis, Isis und Osiris. Ich googelte nach einer Statue dieser beiden ägyptischen Götter und studierte ihr Symbolik. In der Fülle von Bedeutungen entdeckte ich, dass Osiris, der „Herr der Wahrheit“ mit der Sonne verglichen wird. Isis wird als seine Frau, seine Schwester und sogar seine Mutter beschrieben, und auch als die jungfräuliche Erde. Ich fand das Bild einer grauen Steinstatue mit Isis, die das Kind Osiris beschützt. Ihre Kopfbedeckung ist wie eine Sonnenscheibe, welche die wahre spirituelle Sonne bedeckt, und so der „Mond“ für die höhere Sonne ist, die von Mutter Natur getragen wird. Osiris trägt eine Kopfbedeckung, die wie ein Gefäss aussieht, das die göttliche Flamme empfängt.

Ich wandelte die Statue in eine goldene Farbe um und restaurierte sie etwas digital. Dann schuf ich die die sieben Ebenen durchdringende Kluft und umgab Isis-Osiris mit einer Aura von strahlender Energie, dem entschleierten Schleier. Wenn man die Wolken der Konzeptbildung beiseitelässt, so bietet die symbolische Darstellung einen Blick auf Mutter Natur, die das Sonnenkind beschützt.

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Löwe – Der Baum des Universums und das kosmische Prinzip des Lehrens

17. April 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Löwe steht mit dem Herzzentrum ins Beziehung; er ist das Herz der spirituellen Hierarchie. In der vedischen Symbolik wird Löwe der Hund genannt; dies meint den Hundsstern, Sirius. Unsere planetarische Hierarchie ist ein Abbild der grossen Weissen Bruderschaft auf Sirius, dessen Herr Dattatreya ist. Er ist das Prinzip des Lehrens im Universum.

Die östlichen Puranen vergleichen die Raumgloben des Universums mit den Früchten eines Banyan-Baums und die Sonnen mit den Samen in der Frucht. Viele Bäume reihen sich entlang der Strassen zum Garten Gottes. Dies erinnert mich an den astronomische Konzept von Laniakea (hawaiisch: unermesslicher Himmel), von Superclustern aus Galaxien, die aussehen wir Ströme oder Zweige gewaltiger Bäume.

In den Hintergrund des Bildes fügte ich ein zusammengesetztes Foto des bekannten Universums ein und legte darüber die Struktur eines Baumes. Ich machte ein Foto von der Dattatreya-Statue auf meinem Meditationsaltar; er wird als ein Wesen mit einem Körper und drei Häuptern dargestellt, was die göttliche Dreiheit darstellt, die aus der Einheit hervorkommt. Er wird immer mit einer Kuh dargestellt, die das Universum symbolisiert. In seinen sechs Händen hält er verschiedene Symbole, welche kosmische Dimensionen darstellen. In den Zweigen des Baumes sieht man zwei Galaxien und im Zentrum einen Sternennebel, der auch das „Auge Gottes“ genannt wird. In sein Zentrum fügte ich ein Bild von Sirius ein.

Im Vordergrund sieht man das Symbol des kosmischen Prinzips des Lehrens, das Dreieck in einem Kreis und dem Mittelpunkt, der am Herzzentrum von Dattatreya platziert ist. Der Kreis ist von 12 Sternen umgeben; sie repräsentieren die zwölf Aspekte des Tierkreises oder des einen Urlichts, Aditi.

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Krebs – Naradas neptunische Musik

26. März 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Erhabene Musik kann das Bewusstsein über das Mentale zur Ebene der Seele emporheben. Diese Qualität steht mit Krebs in Beziehung. Wenn Musik richtig verwendet wird, kann sie das Gewahrsein kosmischen Bewusstseinsebenen öffnen. Solche Erfahrungen ozeanischen Bewusstseins werden von Neptun regiert. Der kosmische Lehrer, der durch die Kraft göttlicher Musik wirkt, wird Narada genannt. Er ist der kosmische Musiker, dessen Gedanken, Worte und Taten musikalisch sind. Er verleiht das Wort des Herrn durch die Klänge seines Musikinstruments, der Vina.

Als ich über Neptun nachdachte, fiel mir ein Bild ein, das ich vor einigen Jahrzehnten gesehen hatte, ein runder Stein mit einem Gesicht. Ich fand es schliesslich googelnd – es war der berühmte „Mund der Wahrheit“, ein Steingesicht von einem alten römischen Brunnen, das wahrscheinlich Oceanos darstellt. Ich verwendete es als Ausgangspunkt, überarbeitete es und verschmolz es mit einem Foto von Neptun. Dann umgab ich es mit einer grossen grünlichen Welle in der Weite des sternenübersäten Raumes.

Im Vordergrund sieht man Narada, der seine himmlische Vina trägt, ein siebensaitiges Musikinstrument, das die sieben Ebenen der Schöpfung oder die sieben Körpergewebe darstellt. Man sagt, dass sie von selbst erklingt und Menschen zum Zustand reiner Erfahrung erhebt. Ich entnahm die Gestalt von Narada aus einem alten Druck und verschmolz sie mit den umgebenden Wassern des Raumes.

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Zwillinge – Der Bote des Lichts

24. Februar 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Zwillinge werden von Merkur regiert, dem griechischen Hermes; er ist der Gott der Sprache. Die Zwillinge stehen mit den Stimmbändern in Beziehung und mit Visuddhi, dem Kehlzentrum. Durch die Stimmbänder verbindet die Luft den inneren mit dem äusseren Raum. Durch unseren Atem drückt sich das Wort mit Hilfe des Boten aus, der von Merkur symbolisiert wird. In der Meditation ist das Kehlzentrum auch der Eingang zum Element des Raumes, im Osten Akasha genannt.

Die Öffnung der Zwillinge wird von den zwei Säulen des Zeichens ? symbolisiert; es stellt die Polarität der scheinbaren Gegensätze oder die duale Natur des Denkens dar. Die Farbe der Zwillinge und des Kehlzentrums wird als eine Grünschattierung beschrieben, die das Blau hervorbringt und einen Zwischenton des Blaus darstellt; sie hat eine grosse Heilwirkung. Die Kristalle von Kupfersulfat geben eine Vorstellung von dieser Farbe.

In diesem Bild sieht man Merkur zwischen zwei bläulichen Säulen stehen. Von oben her strömt gelb-grünes Licht herab. Merkur trägt einen Hut mit zwei Flügeln, teils konkret, teils ätherisch dargestellt – dem Symbol des Boten der Götter oder des Lichts. Es strahlt durch seine Augen. Das Gesicht ist zur Hälfte leicht Blau und zur anderen Hälfte Goldgelb, was die duale Natur des Denkens und der buddhischen Ebene darstellt. Sein Kehlzentrum von bläulich-grüner Farbe strahlt in den Raum.

Ich gestaltete seine Farbe mit Hilfe eines Fotos von Kupfersulfat-Kristallen, und Merkur mit Hilfe einer Gipsbüste des französischen Künstlers François Rude.

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Stier: Der Bulle und das Lingam

25. Januar 2015, Farbstifte und Fotoarbeit

Das Lingam ist ein Grundsymbol der Schöpfung, die Urform, welche aus dem formlosen Zustand hervorkommt. Der Ausdruck des göttlichen Willens ist wie ein Funke auf dem Hintergrund des grenzenlosen Blaus. Er hat sechs Projektionen aus seinem Zentrum, die sechs Dimensionen; sie ergeben die Form einer Doppelpyramide, die auch als eine Form des Lingams verstanden wird.

Das göttliche Wort kommt durch die Schwingungen im Raum hervor, die mit dem Brüllen von Shivas Bullen verglichen wird. Im Stier wird die Konstellation Rohini, die im Westen als Aldebaran bekannt ist, als das Auge des Bullen oder der Punkt der Äusserung des göttlichen Wortes betrachtet. In uns ist dieses Auge im dritten Auge auf der Stirn lokalisiert. In den Shiva geweihten Tempeln sollte der Herr in der Form eines Lingams durch die Hörner des Bullen, der draussen vor dem Tempel ist, betrachtet werden.

In dem Bild sieht man die Doppelpyramide und das Lingam durch die Hörner des Bullen. In den Hintergrund platzierte ich ein Bild der Konstellation Stier mit Aldebaran im Zentrum. Der Stern ist von einem Lotus umgeben, dem Prinzip der Entfaltung. Um den zentralen Punkt befindet sich eine Kugel mit den drei ursprünglichen Spektralfarben, die sich zu der Mittelsäule mit den sieben Farben des Regenbogens entfalten. Sie stellen die sieben Ebenen der Schöpfung dar oder die höhere Antahkarana auf unserer Stirn. Die feurige rote Sphäre des Lingams auf dem blauen Hintergrund drückt die Potenz des göttlichen Willens aus, der die Schöpfung hervorbringt. Zusammengenommen ergeben die zentralen Symbole die Form des göttlichen Auges.

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Widder – Der Herrscher der Solaren Dynastie

14. Dezember 2014, Farbstifte und Fotoarbeit

Die frühesten Legenden der Geschichte Indiens erwähnen zwei Dynastien, die “Rasse der Sonne” und die “Rasse des Mondes”. Die solare Dynastie der „Söhne der Sonne“ war die königliche Dynastie des ersten Strahls, zu der Lord Rama gehörte. Meister Morya, der von feuriger Natur ist, gehört zur solaren Dynastie und ist ihr letzter Repräsentant. Er ist der Meister des Sonnenzeichens Widder und steht für das Feuer auf unserem Planeten.

Für dieses Bild verwendete ich das Foto einer gewaltigen Sonneneruption und eines von der Erdsichel, um den Herabstieg der Söhne der Sonne auf unseren Planeten zu symbolisieren. Im Hintergrund schuf ich den Pfad des Abstiegs und Sphären von Blau und Rot, dien den Prozess des Empfangens andeuten.

Unten platzierte ich ein Bild von Meister Morya und verschmolz zwei Kronen für seine Kopfbedeckung, mit einer Sonnenscheibe im Hintergrund.

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Fische – Die Tafel des Universums

17. November 2014, Farbstifte und Fotoarbeit

In der östlichen Weisheit wird der Inhalt des Raumes Akasha genannt. Die Eindrücke der vergangenen Lebenszyklen sind aufgezeichnet in der Akasha-Chronik, einer Art subtiler Fotografie. In der ‚Spirituellen Astrologie‘ stellen Fische diese ‚Tafel des Universums‘ dar, auf der ein Eingeweihter die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der ganzen Schöpfung lesen kann. Die Fische bewahren auch die Informationen über die menschliche Gestalt und ihre Beziehung zur Gestalt des kosmischen Menschen, die in den Tiefen unseres Bewusstseins verborgen sind.

Um zu illustrieren, wie der heilige Inhalt des Raumes mit seinen subtilen Aufzeichnungen sich öffnet, verwendete ich ein Bild von den bunten Glasfenstern einer gotischen Kathedrale, das ich transformierte und duplizierte. Für den kosmischen Menschen entnahm ich aus einem indischen Gemälde das Gesicht von Ishvara, dem Meister-Bewusstsein des Universums und in unserem eigenen Wesen. Auf seiner Stirn sieht man den Pfad des Lichts, der die Zirbeldrüse und die Hypophyse verbindet – die Repräsentanten der beiden Fische des Zeichens. Und darüber befindet sich die Krone des Kopfzentrums.

Unten platzierte ich die „blaue Murmel“ unserer Erde als die Sphäre unseres Lebens. Darüber legte ich das Bild eines Embryos als Symbol, dass unsere Gestalt nach dem Bilde und Gleichnis des kosmischen Menschen gemacht ist und sich in einem Entfaltungsprozess befindet.

Die Fische werden von Neptun regiert, der uns hilft, das niedere Bewusstsein, die Persönlichkeit, mit dem höheren Bewusstsein oder Gruppenbewusstsein verschmelzen zu lassen. Ich verwendete ein Foto von Neptun, um den Hintergrund des Bildes zu gestalten und um ihm eine mystische Note zu geben, denn Neptun ist die Seele unseres solaren Logos und ist mit der kosmischen Seele unseres Universums verbunden.

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Wassermann - Apollo und das Lied des Lichts

16. Oktober 2014, Farbstifte und Fotoarbeit

Auf einer sehr subtilen Ebene konvergieren Farbe und Klang und werden eins. Diese Ebene ist mit dem Wassermann verbunden und mit einer supra-kosmischen Intelligenz, Vena der Gandharva genannt. Die Veden sagen, er singe fröhlich das „Lied des Lichts“. Der griechische Apollo ist kein anderer als Vena; durch seinen Einfluss werden die Prinzipien von Klang und Licht auf den höheren Ebenen in identischen Skalen ausgedrückt.

Beim Meditieren über diese Entsprechungen stieg in mir ein Bild von Apollo auf; ein Instrument überlagerte sein Gesicht und Licht strömte von oben herab.

Für das Gemälde wählte ich ein Schwarzweiss-Foto von Apollo und konvertierte es in Hellgelb. Ich fand das Bild eines wunderschönen klassischen Instruments, der „Viola d’Amore“ (Liebes-Viola). Sie wird wie eine Violine verwendet und hat einen sanften, warmen Klang. Oben befinden sich 6-7 Spielsaiten und darunter gleichviel Resonanzsaiten - ein wunderschönes Symbol für die 6 Paare der Tierkreiszeichen oder der sieben Ebenen der Schöpfung in Manifestation und auf den subtilen Ebenen. Ich legte das Instrument auf das Gesicht von Apollo, so dass der obere Teil mit den Wirbeln und dem Kopf wie eine Leiter zu den Sphären des Lichts ist. Eine zweite Viola verschmilzt mit dem Gesicht von Apollo und ein Teil einer fast unsichtbaren dritten umgibt den Kopf wie einen Heiligenschein.

Für den Hintergrund nahm ich zunächst ein Foto von Uranus und verschmolz es mit einem anderen von einem Sternencluster aus der Konstellation Wassermann. Auch wenn man diese Elemente nicht mehr erkennt, sind sie im „Hintergrund“ dieses Bildes. Und das von oben kommende Licht scheint wie aus einem fast unsichtbaren Wassermann-Topf herabzuströmen.

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Steinbock - Der Sonnenaufgang

05. September 2014, Farbstifte und Fotoarbeit

In der spirituellen Astrologie symbolisiert der Steinbock die Zeit der Dämmerung auf den verschiedenen Skalen: der tägliche Sonnenaufgang, die Morgendämmerung des Jahres, oder die Geburt der schöpferischen Intelligenzen, das Erwachen der Götter.

Um diese verschiedenen Ebenen zu illustrieren, begann ich mit einem Foto von einem Sonnenaufgang mit Blick aus einem Flugzeug. Die teilweise sichtbare Sonne symbolisiert, dass unsere sichtbare Sonne ein Ausdruck der unsichtbaren Teile ist. Nach den Schriften ist nur ein Viertel sichtbar, während drei Viertel verborgen bleiben. Die umgebenden Blütenblätter von drei Schichten einer Sonnenblume und die Flammen darüber stellen die Strahlung der subtilen Ebenen dar.

Im Zentrum sieht man die Darstellung der drei Grundkräfte, von schöpferischer Tätigkeit, Durchdringung und Zerstörung – Brahma, Vishnu und Shiva. Ich schuf diese dreiköpfige Einheit, indem ich das Bild einer bräunlichen Kupferstatue in Blau mit goldenen Ornamenten umwandelte. Die Statue wurde gemacht auf der Grundlage der berühmten Trimurti, einer grossen Skulptur der dreiköpfigen Gottheit in den Höhlen der Elephanta-Insel von Mumbai. Die Schlange ist ein Symbol der Entfaltung der Zeit und der Kräfte des Lebens (Kundalini).

Für den Hintergrund wählte ich ein Foto der Konstellation Steinbock. In vielen meiner Gemälde sieht man einen dunkelblauen Hintergrund mit Sternen. Er symbolisiert den Hintergrund des unmanifesten Raumes, aus dem alle Manifestationen hervorkommen – man kann das Unmanifeste nicht illustrieren. Auch das Blau der Figuren von Göttern verweist auf ihre Herkunft aus dem unerkennbaren Hintergrund.

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Schütze – Feurige Ausrichtung

08. August 2014, Farbstifte und Fotoarbeit

Schütze ist das Feuerzeichen des Bogenschützens, dem Symbol der zielgerichteten Aufmerksamkeit. Es lehrt uns, all unsere Kräfte auf eine Aufgabe auszurichten, dem Ziel unseres Lebens. Auf dem spirituellen Pfad stehen der Pfeil und Bogen für die meditative Disziplin, die Energien zu den höheren Zentren emporzuheben und den eigenen Willen an den göttlichen Willen anzugleichen.

Um den göttlichen Willen sichtbar zu machen, wählte ich eine Darstellung vom Herrn des göttlichen Willens: Ich nahm das Gesicht einer Shiva-Statue vom Gangesufer in Rishikesh, Indien. Ich entfernte von ihr andere Symboliken und legte einen Pfeil und Bogen über die Büste. Mithilfe von Fotos von der Sonne und von einem Lotus schuf ich das Sahasrara, den tausendblättrigen Lotus oberhalb des Kopfes - dem Ziel der Ausrichtung, der Verbindung zu den höheren Welten.

Für die Saite und den unteren Brustbereich gestaltete ich Formen von bläulichen Flammen; sie drücken die elektrische Spannung der feurigen Ausrichtung aus. Ich betonte sie, indem ich die Farben verstärkte.

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Skorpion – Der Meister der Violetten Flamme

09. Juli 2014, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Arbeit des Skorpions ist die Alchimie der tiefen Umwandlung durch rhythmisches inneres Wirken. Rhythmus, Ritual und Ordnung sind mit dem siebten Strahl der violetten Schwingung verbunden. Das violette Licht ist das unmittelbar nahe subtile Licht, es hilft uns, die Vision zu erlangen, die die subtile Existenz enthüllt. Die violette Flamme bewirkt magische Umwandlungen, welche die Energien unseres Lebens neu ordnen. Der Meister des siebten Strahls, der Graf Saint Germain, ist der mit Skorpion verbundene Meister. Er unterstützt uns darin, uns selbst zu regieren, indem wir einem Rhythmus und einer Ordnung folgen.

Für dieses Gemälde machte ich einige Fotos von Kerzenflammen und arrangierte ein Bild vom Graf Saint Germain in mehrere Schichten von Flammen, die ich in ein violettes Licht umgewandelt hatte. Im Hintergrund verschmolz ich die Bilder von der Rosette einer Kathedrale und von einem blauen Diamanten. Dann begann ich, an den Farben zu arbeiten.

Nach dem Scannen des Bildes und weiterer Arbeit an den Farben sah ich, dass die Ausdrucke sich recht von den Bildschirm-Bildern unterschieden. Die Farbtöne gaben nicht die rechten Nuancen wider, und das Violett fiel nicht gut aus. Ich schlief eine Nacht darüber und arbeitete dann weiter: Ich teilte das Bild in zwei Schichten und arbeitete an den Ebenen getrennt. Dann löschte ich Teile der einen Ebene und verschmolz die beiden Ebenen. Nach einer Reihe von Ausdrucken war die rechte Leuchtkraft eingestellt.

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Waage – Der obere und der untere Vogel und der Magnetismus des Lebens

04. Juni 2014, Farbstifte und Fotoarbeit

In einer der Upanishaden gibt es die Geschichte von zwei Vögeln auf dem Lebensbaum, die ewige, unzertrennbare Freunde sind. Ein Vogel isst von den Früchten des Baumes; der andere erfreut sich daran, dem ersten beim Essen zuzuschauen. Der untere Vogel steht für die Persönlichkeit, die die Welt erlebt. Der obere Vogel ist die Seele, die Zeuge der Handlungen des niederen Selbst ist. Beide sind auf ewig vereint. Es ist eine sehr schöne Darstellung der Waage, die für Beziehung steht. Ein anderes Symbol für Beziehung ist der Magnet. Seine beiden Pole erzeugen ein Feld, das die Eisenfeilspäne anzieht und magnetisiert.

In diesem Bild fügte ich die beiden Symbole zusammen: Der obere Vogel in strahlendem Weiss beobachtet den unteren Vogel und schwebt darüber. Der zweite sitzt auf dem Boden und schaut nach hinten. Er ist ebenfalls weiss, aber ein wenig eingefärbt. Im Hintergrund sieht man die beiden Pole des Magneten in vertikaler Anordnung wie zwei Sonnen, die ihre Kraftfelder rings um ausbreiten und die Pole von Seele und Persönlichkeit illustrieren. Sie stellen auch den Stamm des Lebensbaumes dar, mit den Kraftlinien als Zweigen und Wurzeln.

Ich zeichnete die Linien auf einem Foto von Eisenfeilspänen, die um einen Magneten angeordnet sind. Die Spirituelle Astrologie nennt Karminrot die Farbe der Waage für den Durchschnittsmenschen, der in einer trüben Mischung von Emotion und Liebe lebt. Für einen Jünger, der die ätherischen Lotusse entwickelt hat, ist die Farbe Violett; Und wenn er sich im tausendblättrigen Lotus niedergelassen hat, ist die Farbe eine Mischung aus Blau und reinem Weiss. Man sieht diese Farbtöne im Bild schwingen.

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Jungfrau – Die Mutter und das Reifen der Seelen

10. Mai 2014, Farbstifte und Fotoarbeit



Das Erdzeichen Jungfrau symbolisiert das langsame Wachstum durch Konflikte und Krisen im “Mutterschoss der Zeit“, um das Licht der Seele zu erreichen. Wenn wir ein reines Denken erlangt haben, kann es das göttliche Licht widerspiegeln. Wenn das Licht in dem jungfräulichen Denken geboren wird, wird dies die „Geburt im Licht“ genannt. Das Licht der Urnatur wird beschrieben als die Mutter der Welt. Sie durchdringt alle sieben Ebenen der Existenz. Diese Ebenen werden die Schleier der Mutter genannt, und sie werden auch als ein Regenbogen rings um ihr Haupt dargestellt. Es heisst, dass ihre Augen die Strahlen der Gnade vermitteln, welche die Seelen zu ihrer reinen Natur emporheben.

Für dieses Bild verwendete ich die Abbildung einer kleinen Statue der Jungfrau mit einem von Sternen übersäten Schleier. Um ihr Haupt sieht man die Farben einen grossen Regenbogens, den Ebenen der Schöpfung. In den Hintergrund fügte die zwei Galaxien aus der Konstellation Jungfrau ein; sie stellen die kosmischen Augen der Jungfrau dar.

Die untere Sphäre gestaltete ich mit einem Auszug aus einem Gruppenbild, und auf jedes Gesicht legte ich eine Ebene von einem Sonnenaufgang; es illustriert die Widerspiegelung des göttlichen Lichts im menschlichen Denken. Es sind die Seelen, die in der Materie heranreifen, um die Geburt ins Licht hinein zu erleben.

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Löwe – Das Sonnenzentrum im Herzen

09. April 2014, Farbstifte und Fotoarbeit



In der spirituellen Astrologie ist das Herzzentrum der Sitz der Seele und wird vom Löwen regiert. Das Zeichen Löwe ist der Ausdruck des Ich Bin, der Sonne unseres Wesens. Der Löwe ist das Symbol der Persönlichkeit, die von der Seele umgewandelt werden muss. Der höchste Punkt der Erleuchtung in uns ist das Kopfzentrum, und über dieses Zentrum stellt ein Yogi den Kontakt mit dem Sonnenzentrum unseres Planeten, Shamballa, her. Auf einer noch höheren Ebene gibt es eine Beziehung zum Polarstern.

Das Bild braucht einige innere Vorbereitung, bevor ich die äussere Arbeit begann. Zu Beginn druckte ich einen Kreis der Spektralfarben aus, mit 7 Ebenen pro Farbton. Ich fotografierte ein Ikosaeder aus Bergkristall und verwendete die Form dieses platonischen Körpers mit 20 Dreiecken als Ausdruck der abgerundeten Materie oder des „diamantenen Körpers“ aus der spirituellsten Materie, die ein Eingeweihter trägt. Für den Meditierenden im Innern des Kristalls wählte ich das Bild der Statue einer östlichen Gottheit in einer segnenden Haltung, das ich vor einigen Jahren im Haus von Freunden fotografiert habe. Ich stellte ihr Gesicht ins Zentrum des nach oben zeigenden Dreiecks und das Bild eines Löwen mit seinem Kopf in die Mitte des nach unten gerichteten Dreiecks. Das Farbrad platzierte ich in den Hintergrund, mit seinem Zentrum im Herzzentrum des Meditierenden; es symbolisiert das Spektrum des einen Lichts, das sich in sieben Ebenen der Schöpfung manifestiert. Die Farbe von Löwe ist Gold, und so strahlt der Löwe einen Ton goldenen Lichts aus.

Hinter das Farbrad fügte ich ein Foto vom Dhaulagiri („Weisser Berg“) im Himalaja ein, als ein Symbol des intensiven spirituellen Strebens zu den grössten Höhen. Auf die Stirn des Meditierenden setzte ich das Symbol der Sonne. Ich gestaltete die Kopfbedeckung, welche über die Pyramide hinausragt, zu einer ätherischen Darstellung von Shamballa, mit dem der Meditierende über das Kopfzentrum in Kontakt tritt. Darüber sieht man einen Stern, der den Polarstern symbolisiert, der ein Dreieck mit zwei anderen Sternen bildet.

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Krebs – Kosmische Musiker und das Mond-Prinzip

02. März 2014, Farbstifte und Fotoarbeit



Reine, sublime Musik ist mit dem Göttlichen verbunden. Die Seele reagiert ganz natürlich auf Musik von hoher Qualität, und wir tauchen in ihre bezaubernden Schwingungen ein. Zu Beginn der Schöpfung, wenn der Raum zu erwachen beginnt, gibt es eine erste Gruppe kosmischer Devas. Die Schriften nennen sie die Gandharvas, die Musiker, da es Intelligenzen sind, die Periodizität und Dauer erzeugen. Sie sind die glückseligen Devas, die musikalischen Schwingungen jenseits der Schöpfung. Die musikalische Hierarchie wird geleitet von Soma, dem kosmischen Mondprinzip, das auf allen Ebenen existiert. In der Astrologie wird seine Energie durch Neptun dargestellt; auf der planetarischen Ebene ist es Venus, auf der Ebene unserer Erde ist es der Satellit Mond.

Im Zentrum des Bildes sieht man drei Sphären, die das Mond-Prinzip darstellen, zusammengesetzt aus Fotos vom Mond und einer chinesischen Elfenbeinschnitzerei. Ich stellte ein Bild der Konstellation Krebs in den Hintergrund. Die äussere, bläuliche Sphäre berührt eine niedere Sphäre; es stellt das reflektierende Prinzip dar oder die Übermittlung der lunaren Energien an die Erde.

Im oberen Teil des Bildes sieht man drei Engel mit Flageoletts, die Werken des englischen prä-raffaelitischen Malers Edward Burne Jones (1833-1899) entnommen sind. Ich überarbeitete sie, so dass sie die Devas der musikalischen Hierarchie darstellen. Die den Kosmos durchdringenden musikalischen Schwingungen werden visualisiert durch die aus dem Kosmos herabsteigenden Strahlen.

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Zwillinge – Der Sohn der Sonne und die grossen Zyklen der Zeit

09. Februar 2014, Farbstifte und Fotoarbeit

Die östliche Weisheit beschreibt die Entfaltung der Schöpfungsaktivität in gewaltigen Zeitzyklen genannt Manvantaras. Sie umfassen Zeiträume, die weit vor die Schöpfung unserer gegenwärtigen Erde zurückgehen und in Zyklen ferner zukünftiger Zeiten ragen. Ein Manvantara wird von einer solaren Intelligenz, die Manu genannt wird, regiert, und der Manu, der über den gegenwärtigen Zyklus herrscht heisst Vaivasvata. Vaivasvata ist der Sohn der Sonne; er ist das Denkvermögen der Sonne und wird auch das Licht der Seele genannt. Die Sonne wird als der Weber bezeichnet, Vivasvata; sie webt um sich herum die Kugel aus Licht. Die eigentliche Bedeutung von Vaivasvata Manu ist „der Weber des Lichts der Seele“, des göttlichen Plans auf Erden.

Dieses Gemälde stellt Vaivasvata Manu als aus der Sonne im Hintergrund hervortretend dar. Hinter seinem Haupte sieht man das Strahlen des Sonnenlichts, und seine Kopfbedeckung hat die Gestalt des Sonnenmaterials, das sich bei Aufnahmen mit dem Extreme Ultraviolet Imaging Telescope (EIT) zeigt. Sein jugendliches Gesicht erinnert daran, dass er der Sohn der Sonne ist.

Die Weisen stellen die Schöpfung als aus einem goldenen Ei hervortretend dar. Man sieht eine goldene Ei-Gestalt im Hintergrund, und der Manu ist von einem Rad mit 14 eiförmigen Figuren umgeben, die jeweils die Farben des Regenbogens enthalten und die 14 Manvantaras sowie die 7 Ebenen einer jeden Schöpfung darstellen. Das Ganze ist umfasst von einem riesigen Lotus, dem Symbol der Entfaltung. Vaivasvata befindet sich in der Mitte des Lotus, und im Innern der Sonne sieht man eine höhere Oktave des Lotus, aus dem die Manvantaras hervorkommen.

Dieses Bild zu gestalten war eine merkwürdige Erfahrung. Es schien, dass es nicht hervorkommen wollte. Und als ich an ihm arbeitete, war ich nicht mit der Art, wie es sich entwickelte, zufrieden und wollte es mehrmals zerstören. Gegen Ende erkannte ich, dass meine Konzepte, wie das Bild aussehen sollte, sein Hervorkommen blockierten.

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Stier – Den Fluss empfangen

27. Dezember 2013, A 5, Farbstifte und Fotoarbeit

In der Symbolik der puranischen Schriften wird der Strom des Lebens als die kosmischen Wasser des Raumes beschrieben, die von der Ebene des Schöpfers, Brahma, auf die Erde herabgebracht werden mussten. Auf Erden gab es niemanden, der die Intensität des feurigen Stroms namens Ganga (Ganges) empfangen konnte ausser Shiva, den Herrn des göttlichen Willens. So betete ein Sonnenkönig lange Zeit intensiv, bis Shiva einwilligte, Ganga zu empfangen.

Shiva, der die Mondsicher auf seinem Haupte trägt, öffnete sein Haar, und als Ganga herabkam, wurde sie im Haar gefangen und ihre Wucht reduziert, bevor ihr gestattet wurde, von seinem Haupte zum Herzen herabzufliessen und dann zu den Ebenen.

Das Haupt von Shiva repräsentiert Shamballa und das Herz des Planeten ist die spirituelle Hierarchie. Die Menschen leben in den Ebenen. Jedes Jahr im Widder wird ein neuer Jahresimpuls in Shamballa empfangen, im Stier an die Hierarchie weitergegeben und in den Zwillingen von der Menschheit empfangen.

Für dieses Gemälde wählte ich ein Bild von Shiva mit einem wunderschönen Lächeln. Ich transformierte es ein wenig, fügte die Mondsichel auf Shivas Kopf hinzu und setzte ein Bild vom Berg Kailash in den Hintergrund. Dann schuf ich die Sphäre mit dem Herabstrom der Energien auf Shivas Haupt und von dort, die Farbe nach Goldgelb ändernd, herab zur Erde. Die Luft ist vom Strom der ätherischen Energien erfüllt.

So muss es sein, wenn man im vollen Strom des Lebens steht.

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Widder – Die Geburt des Schmetterlings

26. November 2013, A 5, Farbstifte und Fotoarbeit

Widder eröffnet das astrologische Jahr und steht für die Geburt des spirituellen Menschen. Er symbolisiert auch den Geburtsort einer Idee, eines spirituellen Impulses, der eine Form annimmt.

Der Schmetterling ist ein Symbol der Seele. So wie die Raupe völlig verschieden ist von der Puppe, ist der daraus hervorkommende Schmetterling wiederum ein ganz anderer Zustand: Seine leichten Bewegungen machen es einem schwer zu glauben, dass solch ein Wesen aus den vorhergehenden Zuständen entsteht.

In diesem Gemälde versuchte ich, den Zustand der Transformation darzustellen, durch den wir auf unserem Weg zur spirituellen Geburt hindurchgehen: Man sieht ein menschliches Haupt, wie einen Kokon, aus dem ein Lichtwesen mit Flügeln wie ein Schmetterling hervorkommt. Ich konstruierte den Kopf mit verschiedenen Schichten eines Bildes von mir selbst, verschmolzen mit einem Bild von Meister CVV. Vor dem Kopf sieht man die zusammengefügten Bilder eines vergrösserten leeren Kokons, einer Puppe, in der noch der Schmetterling ist, und einen Schmetterling, der gerade daraus hervorkommt – Bilder eines kleinen Monarchen von einem indischen Freund. Ein weiterer Schmetterling befindet sich auf der Stirn des Kopfes, als ob er gerade daraus hervorkommt, und man sieht weitere Schmetterlinge in die Weite des Raumes fliegen.

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Fische – Aufstieg, das Licht der höheren Brücke

28. Oktober 2013, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Zeichen des Tierkreises haben Entsprechungen im Körper. Die Fische sind verbunden mit den Füssen, aber auch mit dem Bereich über dem Kopf, mit der Zirbeldrüse und der Hypophyse. Wenn das höhere Bewusstsein erwacht, beginnt zwischen diesen beiden Drüsen sich ein Licht zu manifestieren und ermöglicht über diese höhere Lichtbrücke einen Aufstieg über die Begrenzungen des Körpers hinaus. Die Fische stellen daher den Aufstieg des Menschen in Gott dar; sie werden daher auch das Zeichen der Vollendung genannt, des Treffen vom „Alpha und Omega“ der Schöpfung.

Für dieses Bild verwendete ich ein Bild von Jesus und eins von der Verklärung Christi, von einem Gemälde von Frau Angelico (1442). Ich transformierte dieses Gemälde und verschmolz das Gesicht Christi mit einem Bild von Maitreya. Ich arrangierte zwei Fotos von Sonnenaufgängen auf der Stirn des Bildes von Jesus und erzeugte so die Sicht der strahlenden ätherischen Zentren. Ich steigerte die Intensität der Augen, die den Beobachter beobachten und ein Verschmelzen der subjektiven und objektiven Sphären hervorrufen.

Für den oberen Hintergrund krümmte ich ein Foto von Wellen, die an einen Strand rollen, und schuf so den Eindruck der Weite des ätherischen Ozeans des Raumes, der mit Neptun verbunden ist, dem Herrscher der Fische. Und die Farbe des Zeichens ist die des klaren Himmels bei strahlendem Tageslicht. Weiter arbeitete ich das Kopfzentrum aus, in dessen Mitte man die segnende Figur Christi sieht.

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Wassermann – Agastya und Sirius

30. September 2013, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Weisheitslehren sprechen von Agastya oder Meister Jupiter als dem ältesten Mitglied der spirituellen Hierarchie. Seit undenklichen Zeiten ist er ein grosser Weiser auf der Erde und seine Taten werden in den Puranen beschrieben. In Südindien wird er auch Agathiyar genannt und als ein Siddha verehrt, der seinen Wohnsitz in den Nilagiris oder den Blauen Bergen hat. Er ist eng mit den Energien von Sirius verbunden und herrscht auf der Ebene des Tierkreises über das Zeichen Wassermann.

Die Entstehung dieses Bildes war für mich ein Paradox: Während einiger Wochen dachte ich darüber nach. Es gab den Anfangsimpuls zu dem Bild von Agastya, aber ich dachte, es sollte etwas anderes sein – und es kamen keine Gedanken. Ich fühlte mich frustriert, doch schliesslich folgte ich dem ursprünglichen Impuls, ein Bild mit einem Foto einer Statue von Agastya zu machen. Für den Hintergrund nahm ich ein Bild des Berges in den Nilagiris, von dem es heisst, dass er der Ort des Ashrams von Agastya ist. Dann integrierte ich ein Foto von Sirius. Am Computer und mit Stiften arbeitete ich an den Farben und Details des Ausdrucks. Als das Bild fertig war, war ich von seinem Strahlen begeistert.

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Steinbock – Varaha und Varuna

4. September 2013, Farbstifte und Fotoarbeit

Über mehrere Wochen meditierte ich über die Symbolik von Steinbock, aber es entstand kein deutliches Bild. Es war da nur eine Idee, aber ich dachte, dass sich die komplexe Symbolik nicht auf ansprechende Weise darstellen liesse. Der Impuls zu dem Bild hielt jedoch an. Und während ich an dem Bild arbeitete, offenbarte er sich langsam. Seine Symbolsprache ist für einen Westler nicht leicht zu verstehen. Kurz gesagt: Die Erde wird aus der Materie zum Geist emporgehoben.

Am unteren Rand sieht man das Haupt von Varaha, der Inkarnation von Lord Vishnu als dem Grossen Eber. Die puranische Überlieferung schildert, wie er die Erde aus den Tiefen in die Manifestation emporhebt und von der Materie zum Geist. Varaha wird insbesondere im Steinbock verehrt.
Dieser Monat ist die Morgendämmerung des Sonnenjahrs und auch die Dämmerung des grossen Zeitzyklus unserer Schöpfung, der ein Manvantara genannt wird. Hier ist die Erde als auf der Oberfläche der Gewässer des Raumes schwebend dargestellt. Sie wird von Varaha gestützt und ist von einer grossen ätherischen Lotusblüte umgeben, dem Symbol der Entfaltung. Dahinter ist ein grosser Sonnenaufgang, und von jenseits der Sonne erhebt sich ein Drache. Auf seinem Rücken sieht man Varuna, der als ein fünfjähriger Junge mit vier Armen dargestellt ist. Während sie sich durch den Raum bewegen, erzeugt der Dreizack in Varunas Hand, der Neptun darstellt, Kraftlinien, welche die richtungsweisenden Linien für das Wassermannzeitalter sind. Der weisse Drache, das Reittier von Varuna, wird in den vedischen Schriften Makara genannt, was Steinbock bedeutet.

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Schütze – Meditation vor Sonnenaufgang

3. August 2013, Farbstifte und Fotoarbeit

Die zwei Stunden vor der Dämmerung gelten als besonders günstig für tiefe Kontemplation, wo sich das Bewusstsein leicht mit den subtilen Ebenen verbinden kann. Zu dieser Zeit bereitet die Natur den neuen Tag vor und wir können eine Menge Lebenskraft empfangen. Im Jahreskreis gilt der Schütze als „die zwei Stunden vor der Dämmerung“ und er ist sehr förderlich für spirituelles Streben.

Für das Bild nach ich eine Aufnahme aus einem Flugzeug vom Himmel vor der Dämmerung und ich verschmolz zwei Fotos von einer hölzernen und einer keramischen Buddha-Statue. Ich setzte die Figur ins Zentrum der Struktur einer Doppelpyramide, die von einem Kreis umgeben ist. Sie ist ein Symbol der Transformation, ein Diamant, der dem Meditierenden, einer Gruppe, einer Nation oder gar dem Planeten Schutz verleiht. Sie wird auch ein Tempel genannt, von dem positive Energien ausgehen und die helfen, die subtile Materie zu organisieren. Der Diamant steht für die vier Kardinalpunkte des Tages und des Jahres, den Medium Coeli und den Nadir.
Ins Zentrum stellte ich den Lotus des Herzzentrums, umgeben von goldenem Licht. Der Lotus wird geformt von verschiedenen Ebenen von strahlendem Licht. Ich nahm ein Foto von prismatischen Spiegelungen auf den Wänden meines Arbeitszimmers und daraus die mittlere Säule vom Basiszentrum zum Kopf und darüber hinaus. Rings um den Kopf sieht man eine Aura von Vitalenergien in verschiedenen Violettschattierungen, die den Raum durchdringen.

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Skorpion - Der Baum des Lebens und der androgyne Mensch

16. Juli 2013, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Weisheitslehren beschreiben die manifestierte Schöpfung als einen umgekehrten Baum. Im 15. Kapitel der Bhagavad Gita sagt Lord Krishna: „Die ganze Schöpfung ist ein umgekehrter Baum. Die Wurzeln sind oben gerichtet, die Zweige zeigen nach unten.“ Die Zweige (Manifestationen) der Natur führen nach unten, zur dichten Materie, und die Wurzeln (Ursachen) sind oben, in den subtileren Ebenen. Die Weisheitslehren beschreiben die Abwärtsbewegung in die Objektivität als weiblich (Nari) und die aufsteigende Bewegung als männlich (Nara). Beide Bewegungen zusammen bilden die kosmische Person, Narayana.

Als Ausgangspunkt des Gemäldes nahm ich ein Bild von schneebedeckten tibetischen Bergen, die sich in einem See spiegeln, und ich verformte die Berge zu einer nach unten gerichteten U-Form. An die Spitze stellte ich einen Baum als die ursprüngliche „Idee“ des Baumes. Sie wird nach unten in einen See projiziert, der umgekehrte Baum der Schöpfung. Ich nahm ein Foto des vitruvianischen Menschen von Leonardo da Vinci, entfernte die Extra-Arme und –Beine und integrierte ihn in den Baum. Sein Kopf ist von den Wurzeln des oberen Baumes durchdrungen – er empfängt die Ideen aus kosmischen Dimensionen. Dann extrahierte ich die Venus aus einem Foto von Botticellis berühmtem Gemälde „Die Geburt der Venus“ und verschmolz sie, nach unten gerichtet, in den vitruvianischen Menschen und schuf so den männlich-weiblichen Androgyn. Nachdem ich mit Stiften an dem Bild gearbeitet hatte, transformierte ich ein Foto von den Wurzeln eines Baumes und fügte sie, von oben her nach unten gerichtet und kaum sichtbar, in verschiedenen zarten Schichten um den oberen Baum: Die Wurzeln sind im blauen Raum, die Manifestation des Baumes dehnt sich nach unten hin aus.

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Die Weisse Insel

06. Juli 2013, Farbstifte und Fotoarbeit

Die östlichen Weisheitslehren beschreiben die erhabenste Ebene unseres Planeten als ein Feld aus strahlendem Licht. Es existiert in uns als die Ebene der reinen Existenz, das diamantene Bewusstsein im Kopfzentrum. Es wird auch Sweta Dwipa genannt, die Weisse Insel, voller göttlicher Strahlkraft und Glanz. Ein anderer Name dafür ist Shamballa, ein verborgener Ort auf der ätherischen Ebene der Wüste Gobi.

Sanat Kumara, der Herr der Welt und das höchste Wesen auf der Erde, lebt dort, und auf seiner Stirn befindet sich das wunderbare Chintamani-Juwel, der Stein der Weisen von himmlischem Ursprung. Er und sein Team von erhabenen Wesen stehen unaufhörlich er Evolution der irdischen Wesen bei.

Ich versuchte, die Blaue Insel in einem Ozean aus bläulichem Licht darzustellen, wie sie sich über der irdischen Sphäre erhebt. Im unteren Teil des Bildes erkennt man die Umrisse von Indien, vom Raum her bei Nacht gesehen, mit den leuchtenden Zentren. Über der Insel sieht man das Haupt vom Herrn der Welt, mit dem strahlenden Chintamani-Juwel auf seiner Stirn. Dafür wählte ich das Foto einer Buddha-Statue aus Tibet, aufgenommen von einem Freund, und transformierte es ein wenig. Für das Juwel verwendete ich verschiedene Schichten des Fotos eines blauen Diamanten. Sanat Kumara ist umgeben von sieben regenbogenfarbenen Flammen, die sein Team von Mitarbeitern symbolisieren. Ich machte sie aus Bildern von Prisma-Reflektionen auf den Wänden meines Zimmers. Die ganze Szene scheint auf einem Feld von nachtdunklem Blau zu schweben, was den Hintergrund der Existenz darstellt.

73

Waage - Der Aufstieg der Seele aus dem Abgrund

20. Mai 2013, A 5, Farbstifte und Fotoarbeit

Bei der symbolischen Reise durch den Tierkreis stellt die Waage die Illusionen dar, in denen sich die Seele verliert, wenn sich die Verbindung mit dem Lichtfaden verliert.

Ich visualisierte es als eine Schlucht und legte darüber die Struktur eines Labyrinths, welches die Windungen unseres Intellekts, unseres Gehirns darstellt. Eine Brücke aus Licht führt über die Kluft, und im Hintergrund ist das Licht einer grossen sich entfaltenden Blüte des Bewusstseins. Ein Pilger, Symbol des ewigen Teils der Seele, steht auf der linken Seite und schaut hinab in den Abgrund. An der linken Felswand sieht man die Bände einer Bibliothek; sie stellt die grossen Massen an Wissen dar, wo man sich in Konzepten verlieren kann. Ein alter Mann sieht vor der Bücherwand, ins Studieren absorbiert. Ein Weiser mit einem Stab beobachtet ihn. Er verkörpert Saturn, den Herrn der Zeit und den inneren Herrscher der Waage. Er ist der Hüter der Schwelle, die uns in einer Situation hält, bis die Lektion gelernt ist. Am Boden sieht man eine Schnecke, Symbol der sich langsam bewegenden Spirale der Zeit. Im Zentrum ist eine junge, in Weiss gekleidete Frau, welche die strebende Seele darstellt. Sie schaut zum führenden Engel auf der Rechten empor. Sie lauscht ihm und ist bereit, aus dem engen Abgrund zum Licht emporzusteigen.

Die Gestalten dieses Bildes sind genommen von Fotos oder umgewandelt von Gemälden von Edward Burne-Jones (1833-1889) und Louis Janmot (1814-1892).

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Jungfrau: Die Söhne und Töchter der Jungfrau

12. April 2013, Farbstifte und Fotoarbeit


Das Buch „Spirituelle Astrologie“ ist eine Schatzkammer tiefer Weisheitskonzepte, die in meinem Denken Bilder hervorrufen. So entstanden beim Lesen des Kapitels „Jungfrau“ in mir Eindrücke von Reinheit und Jungfräulichkeit, von den Welterlösern als den Söhnen der Jungfrau, vom Regenbogen der Schöpfung, dem Schleier der Mutter der Welt. Ich wollte dem oft missverstandene Konzept der Jungfrau eine neue Perspektive verleihen und im Bild das Kind der Gottesmutter durch eine Gruppe von grossen Boten Gottes und Welterlösern ersetzen.

Ich verwendete für die zentrale Gestalt der Jungfrau ein Bild von Fra Angelico. Ich fügte eine Helix-Galaxie-Struktur und einen Regenbogen in den Hintergrund über ihrem Kopf ein, die das Auge Gottes bilden. Das Haupt und der Heiligenschein der Jungfrau im Zentrum symbolisieren, dass die Weltmutter die erste Emanation aus dem Hintergrund der Schöpfung ist. Sie sitzt auf einem rot-goldenen Schleier, der Hülle, welche die reine Existenz bedeckt und der Fülle der Formen im Raum Ausdruck verleiht. Mit liebevoller Aufmerksamkeit schaut die Mutter auf die Gruppe der Boten des Lichts, die eingefügt sind in die Gestalt des Jesuskindes, welches in der linken Hand die Globus-Kugel hält. In ihr blaues Gewand gehüllt sieht man lächelnde Menschen, die sich durch ihre Gegenwart gesegnet und beschützt fühlen. Ihr Licht strahlt in alle Richtungen.

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Löwe - Der Eintritt

17. März 2013, Farbstifte und Fotoarbeit


In der Symbolik steht der Löwe mit Transformationsprozessen in der innere Höhle des Herzens in Verbindung. Mit der Hilfe der Atmung tritt man in die „Höhle des Löwen“ ein, wo man das höhere Selbst treffen kann, wenn das niedere Selbst gut ausgeglichen ist. Die Höhle symbolisiert auch den inneren Ashram, für den ein äusserer Ashram ein äusserer Ausdruck ist. Das Bild illustriert diesen Eintritt in den Ashram.

Das Gemälde zeigt einen Kreis von 12 Sternen, welche die 12 Zeichen des Tierkreises symbolisieren. Eine Frau steigt eine Treppe empor, tritt durch den Kreis des „Sternentors“. Der Punkt im Zentrum wird dargestellt durch eine Tür, die zum Allerheiligsten führt, und so ist der Eintritt ein Pfad vom Umkreis zum Zentrum. An der Schwelle vor dem Zentrum steht eine weisse Gestalt, die den Meister im Herzen repräsentiert, das göttliche Selbst. Über dem Zentrum sieht man die Figur eines Engels, des Hüters des Ashrams und der Verbindung zu den kosmischen Sphären. Der Ashram ist dargestellt als eine Kristallhöhle. Die Kristalle an den Rändern des Bildes symbolisieren die gereinigte, transparente Materie, die das Licht aufnehmen kann. Unten links, ausserhalb vom Sternenkreis, steht eine Gruppe Leute und wartet darauf, dass sie an der Reihe sind, einzutreten.

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Krebs - Der Abstieg des Sonnenengels in den Körper

28. Februar 2013, Farbstifte und Fotoarbeit

Krebs ist das Zeichen der Rückkehr der Seele in einen physischen Körper und ist mit dem Prozess der Reinkarnation verbunden. Der Mond ist auch das Symbol der Fortpflanzung, die die Formen hervorbringt. Oben im Bild sieht man den Mond und hinter ihm den Schein der Sonne. Zwei Engelsfiguren, Sonnenengel, beobachten den Abstieg einer Seele in den Embryo im Mutterschoss. Man erkennt den Embryo mit nach unten gerichtetem Kopf hinter der absteigenden Seele. Ein anderer Name für die Seele, das ICH BIN, ist der Sonnenengel. Er ist der ewige Teil in Menschen, der im Zyklus der Evolution durch eine Reihe von Inkarnationen geht. Der Körper wird auch der lunare Engel genannt; er dient als Träger für den sich im Embryo inkarnierenden Sonnenengel. Für den rechten Engel wählte ich einen Auszug aus einem Gemälde von Edward Robert Hughes, für den linken ein Bild von Franz Dvorak; für den Embryo eine Zeichnung von William Hunter. Die Illustration des herabsteigenden Sonnenengels ist einem Bild von Ilmatar entnommen, dem jungfräulichen Geist der Luft, von Robert Wilhelm Ekman.

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Zwillinge: Pulsierung - Der Gesang des Schwans

10. Februar 2013, Farbstifte und Fotoarbeit

Pulsierung ist ein grundlegendes Prinzip in der Schöpfung, dem ich mit diesem Bild Ausdruck verleihen wollte. Vor meinem geistigen Auge sah ich einen grossen, weissen Schwan mit ausgespreizten Flügeln. Das Sanskritwort für Schwan ist Hamsa; er ist das Symbol der zentrifugalen und zentripetalen Bewegung. Im Zentrum seines Herzens sieht man eine offene Blume, die innen weiss ist, das pulsierende Zentrum. Die am dem Strand sitzende Ballerina symbolisiert den Augenblick der Zusammenziehung, die oben in der Luft fliegende den Höhepunkt der Ausdehnung. Ich verschmolz Fotos verschiedener Wellen zur Pulsierungsbewegung von Ebbe und Flut (hinter dem Schwan). Ich verwendete sehr helle Farben, an der Grenze der Reproduzierbarkeit, um der Zartheit der Pulsierung zu visualisieren.

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Stier - Die Zauberflöte Krishnas

21. Dezember 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Für das Bild nahm ich das Foto einer Krishnastatue bei mir im Zimmer, verwendete für den gelben Hintergrund einen Auszug vom Isenheimer Altar von Matthias Grünewald und einen weiteren für die Sternenkuppel oben, aus dem Bühnenbild von Karl Friedrich Schinkel zu Mozarts Zauberflöte; dann integrierte ich das Bild eines Pfaus (links unten), dem Vogel Krishnas. Ich setzte die Statue auf Dunkelbau; so entstand die violette Gestalt - die richtige magische Farbe für Krishna mit einer „Zauberflöte“.

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Widder - Die Geburt eines Diamanten

30. November 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Dieses Bild illustriert den enormen Druck der heutigen Gesellschaft, der einen Transformationsprozess auslösen kann. Ich visualisierte es mit einem Vulkan, wo unter hohem Druck Materie aus dem Inneren herausgeworfen wird. An seiner Spitze ist ein Diamant, das strahlendste Ergebnis von einem Umwandlungsprozess der Natur durch Druck.

Für die glühende Magmakammer nahm ich Bilder in Einkaufspassagen im Hauptbahnhof Bern auf und verschmolz sie ineinander. Mehrere Vulkane und Diamanten sowie die rosafarbene Blüte eines Echinopsis-Kaktus für die Feuerblitze oben ergaben die dramatische Struktur mit Lavaflüssen und der “Magmakammer” des hektischen Alltagslebens.

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Die Erde zu den Königen der Schönheit emporheben

11. November 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Unser Planet ist auf dem Weg zu subtileren Bereichen, und die Energien des Neuen Zeitalters helfen mit, „die Erde zu den Königen der Schönheit emporzuheben“, wie es in der 5. Strophe der Grossen Invokation heisst.
Das Bild zeigt einen Adler, das Symbol des sich über die Erde erhebenden Geistes. Seine Flügel sind integriert in den niederen Teil vom Symbol vom Kreis mit dem Quadrat und dem Kreuz, dem Allerheiligsten. Am oberen Teil ist das Bild von Lord Maitreya, dem Oberhaupt der spirituellen Hierarchie. Die Spitze des Quadrats ist bei seinem Ajnazentrum, der untere Teil beim Herzzentrum des Adlers. Der linke und der rechte Flügel berühren den linken und rechten Punkt des Quadrats: Der Geist verbindet und durchdringt alle Ebenen.
In den Hintergrund legte ich drei Kreise als Symbol für die drei Ebenen der Sonne (Körper, Seele, Geist). Die Sonne im Zentrum verschmilzt mit dem Herzzentrum von Lord Maitreya.

65

Fische - Das Alpha und das Omega

28. Oktober 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Fische ist ein Zeichen der Sensitivität und des Fliessens. Die beiden Fische des Zeichens stehen für die Seele und die Persönlichkeit. Ich stellte sie als einen oberen und einen unteren Fisch dar, die eine Sonne in sich tragen. Die Sonne oben spiegelt sich unten, so wie sich die Seele in der Persönlichkeit spiegelt. Hinter dem niederen Fisch sieht man die Skyline von New York als Symbol für das in der Materie gefangene Leben. Die Treppe steht für den Aufstieg und Abstieg der Seelen. Engel auf der rechten und linken Seite hüten den Pfad. Einer gibt seinen Segen, der andere hält einen Schatz, die Frucht der Weisheit.

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Wassermann - Die Zwillingsgötter und das Herabströmen kosmischer Energien

25. September 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Das Bild zeigt den Herabstrom kosmischer Energien zu unserem Planeten. Oben sieht man geflügelte Pferde, die Ashwins, die vedischen Zwillingsgötter. Darunter sind die zwei Seher Vasishta (rechts) und Agastya (links). Sie leiten spirituelle Hierarchien auf unserer Erde. Im Zentrum des oberen Dreiecks ist der Topf des Wassermanns, aus dem unaufhörlich die Wasser des Lebens ausströmen. Im niederen Dreieck ist ein Bild von Uranus, der die Energien für unser System empfängt. Darunter sieht man ein Dreieck von Bergen, die einen riesigen Lotus umgeben, in dem die Energien empfangen werden; im Vordergrund die Blauen Berge der Nilagiris, der Mount Kailash im rechten Hintergrund und vom „Schweizer Himalaja“ das Matterhorn zur Linken. Wenn man genau hinschaut, so erkennt man im Zentrum des Stroms eine Deva-Figur.

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Steinbock - Die Morgendämmerung und das Licht des höheren Herzzentrums

11. August 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Steinbock wird auch “der Berg” genannt. Im Hintergrund des Bildes leuchten helle Gipfel – Symbole des hohen Strebens. Im Vordergrund sieht man die dunkelblaue Silhouette eines Meditierenden, der in die subjektiven Welten eintaucht. In seiner Mitte strahlt der achtblättrige Lotus des höheren Herzzentrums, der Eingang zum inneren Licht. Der Lotus ist von feurigen Flammen umgeben, und sein Stängel erhebt sich von unten aus einer rötlichen Sonne. Der elektrisch-blaue Lotus des Kopfzentrums verbindet das Innere des Meditierenden mit den kosmischen Sphären.

62

Schütze - Kalki, der Reiter auf dem Weissen Pferd

05. August 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

In den östlichen Puranen wird Kalki als der 10. Avatar beschrieben, der das dunkle Zeitalter beenden wird. Wir sehen ihn auf einem weissen Pferd reitend, dem Symbol der gereinigten Lebenskraft. Von über den Bergen her kommen weisse Adler herab, Boten des Geistes.

61

Skorpion – Der Aufstieg der Schlangen durch das Hypophysensignal

14. Juli 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Das Bild stellt den Fall und Aufstieg des Bewusstseins dar. Ich nahm das Foto eines Baumes (linker Bildrand) – er wurde der Baum des Lebens. Ich integrierte darin die Schlange, die wie ein Blitz herabfällt – sie erhielt einen lichterfüllten Kopf und einen Körper aus roter Farbe mit einer gelben Linie. Sie illustriert das Bewusstsein, das in die Materie herabsteigt, um Erfahrung zu sammeln. Unten im Bild sieht man die Seelen, die in die niedere Sphäre des „brennenden Grunds“, des Leidens eingeschlossen sind. Aus ihrer Masse steigen fliegende Schlangen auf, mit blauen Juwelen als Häuptern, die Eingeweihten. Darüber sieht man einen weiss-blau schimmernden Adler, Symbol des Geistes, und im Hintergrund Sterne der Konstellation Skorpion. Eine Frau betrachtet den magischen Tanz. Auf ihrer Stirn leuchtet das Licht des „elektrischen Signals“, ihrer durch Erleuchtung geöffneten Kopfzentren.

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Waage - Die Geburt der neuen Erde

16. Juni 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Das Bild kam zu mir aus den Erfahrungen der vorhergehenden Monate und Wochen, die darin gipfelten, dass ich nach 21 Jahren die Kündigung meines Arbeitsvertrags erhielt. Ich fühlte mich frei, nach einer sehr turbulenten Zeit. Ich sah die alten Strukturen zusammenfallen, und zugleich spürte ich die keimende Saat des Neuen, das jedoch noch nicht manifest ist.

Oben im Bild sieht man eine Skyline - hell erleuchtete Hochhäuser auf einem brennenden Grund, der am Zusammenfallen ist. Unten bildet sich ein neuer Globus aus strahlenden ätherischen Blumen in einem Feld von tiefem Blau. Eine Gruppe Engel beobachtet die Schönheit mit verzückter Aufmerksamkeit.

Es besteht ein gewaltiger Kontrast zwischen der Subtilität der neuen Erde und der Zurschaustellung von Grösse der alten Strukturen, die dabei sind, in den Abgrund zu versinken.

59

Jungfrau – Kwan-Yin, die Mutter der Gnade

12. Mai 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Kwan Yin ist eine weibliche Gestalt vom Buddha des Mitgefühls. Sie kam mir in den Sinn, als ich nach einem Bild für die Jungfrau suchte.

Ich nahm das Foto einer Kwan Yin-Statue im Hause von Freunden. Ihr Blick ist ganz nach innen gekehrt. Über ihrem Kopf sieht man das Licht der Sonne in einer grossen Blüte. Rechts und links von ihr strömt das Licht herab, das ich mit dem Bild eines Wasserfalls darstellte. Ihr Haupt ist umgeben von Lichtsphären, aus denen ein Kreis der Mondphasen hervorkommt, mit Vollmond / Neumond hinter ihrem Kopf. Das warme Goldgelb symbolisiert die Kraft ihres liebenden Mitgefühls für alle Wesen.

58

Löwe - Die drei Ebenen der Sonne

22. April 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

die Sonne hat, wie der Mensch, eine dreifältige Natur mit einem Körper, einer Seele und dem Geist-Aspekt. Im Bild habe ich ihre Einheit in einem sakralen Raum visualisiert, der durch das Kirchenfenster im Hintergrund angedeutet wird. Das Licht oben in der Mitte, mit den in den Raum ausladenden Blütenblättern, steht für die geistige Sonne. Im Zentrum des Bildes befindet sich das Herz der Sonne, dargestellt als eine grosse Blume mit einem pulsierenden Herzen in ihrer Mitte. Die Sphäre der physischen Sonne habe ich visualisiert als einen Löwen, der in einem Lotus ruht und von einer Licht-Aura umgeben ist. Es ist ein Symbol für das pulsierende Lebensprinzip, das seinen Sitz in unserem Herzen hat.

Das Bild mit seinem feurigen Goldgelb illustriert die Kraft der Liebesenergie, welche die verschiedenen Ebenen durchdringt.

57

Krebs - Die Mutter und die Geburt der Seele in den Körper

09. April 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Im oberen Teil des Bildes sieht man eine halbkreisförmige Schale, die sich zum Sternenhimmel hin öffnet. Von den Sternen her strahlen Energien herab zum Mond, der, empfangend, in der Mitte der Schale liegt. Der Mond ist das reflektierende Prinzip, das von höheren Sphären empfängt. Das Mondlicht strömt zu den Pitris, den Erbauern der Formen, die auch unsere Körper erschaffen. Unten im Bild liegt die Mutter; in den Wassern ihres Schosses schwebt der Embryo (rechts), umgeben von den Wassern der Erde. Über der Erde sieht man die Sonne. Die sie umgebenden Kreise deuten an, dass sie, wie ein Mensch, einen Körper und eine Seele hat und ein Ausdruck der geistigen Sonne ist. Aus dem Zentrum der Sonne kommt die Seele herab, um in den Körper des Kindes einzutreten.

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Der Master May Call

24. März 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Seit ich von Meister CVV (1868-1922) erfahren hatte, war ich tief von ihm fasziniert. Für mich ist sein durchdringender Blick voller Energie, und er macht eine gewaltige Arbeit auf den subtilen Ebenen.

Um dem ätherischen Ruf des Meisters Ausdruck zu geben, überarbeitete ich zwei Fotos, die ich 2006 von einer Installation mit grossen alten Lautsprechern auf dem Dach der Kunsthalle Bern aufgenommen hatte. Sie wurde von Pavel Büchler gemacht, einem in Tschechien geborenen Künstler, der in Grossbritannien lebt. Ich war fasziniert von den „stillen Lautsprechern“, die auf einen lärmigen Platz hinausgehen. Der Künstler suchte nach etwas, das sich „jenseits der Kommunikation“ befindet, nach dem Wort jenseits von Klang, Form, selbst jenseits von Manifestation.
Die Bedeutung des May Call Day habe ich beim Bild „May Call – Empfang der Energien der Synthese“ erläutert.

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Zwillinge - Saraswathi und Merkur

17. März 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Das Zeichen Zwillinge wird von Merkur regiert, der im Osten von Saraswathi verkörpert wird, der Göttin der Weisheit. Für Merkur verwendete ich das Foto einer Bronzestatue aus dem 19. Jahrhundert, und für Saraswathi eine Illustration der Göttin, die auf ihrem Reittier, dem Schwan fliegt. Er hält in seinem Schnabel eine Lotusblüte, Symbol der Botschaften des göttlichen Wortes, das an Merkur übermittelt wird.

Merkur hält in der einen Hand den von Schlangen umgebenen Stab. Es ist eine Darstellung der Wirbelsäule, mit den Schwingen des Ajna-Zentrums und der Zirbeldrüse, dem Sitz des höheren Gewahrseins. In seiner anderen Hand hält er eine Goldbörse, da er der Gott der Kaufleute ist, und er trägt die geflügelte Kappe des schnellen Boten. Die Tastatur im Hintergrund symbolisiert, dass die ganze Schöpfung mit den Buchstaben des göttlichen Worts erbaut ist. Dahinter ist ein NASA-Foto von der Oberfläche des Planeten Merkur.

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Stier - Die Frau im Herzen des Mannes

12. Februar 2012, Farbstifte und Fotoarbeit

Dieses Gemälde ist auf eine Weise eine Fortsetzung des Widder-Bilds. Ich nahm die Silhouette eines Mannes und ein Bild von Lakshmi, in der Höhle des Herzens auf einem Lotus sitzend. Man sieht, wie sie ihre Gnade ergiesst und sich so die Energiezentren entfalten. Auch im Zentrum über dem Kopf, der Verbindung zum Kosmos, sieht man in der Mitte ein sich entfaltendes Herz. Der Körper ist von Energielinien durchzogen.

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Widder: Das Mutterprinzip und der Abstieg in 10 Schritten in die Schöpfung

20. November 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Nach den Weisheitslehren ist die Kosmische Person das höchste Gottesprinzip, das ohne Mutter und Vater existiert. Aus ihr kommt das Mutterprinzip herab und empfängt die Schöpfung in ihrem Schoss als ihr Kind. Sie steigt über vier Ebenen in 10 Schritten bis zur grob-materiellen Ebene herab. Die Mutter ist als eine junge Frau dargestellt, die Ebenen als Sphären, und die 10 Punkte der pythagoreischen Dekade symbolisieren die vollständige Schöpfung. Ihr Mittelpunkt liegt am Schoss der Frau, die Spitze des Dreiecks an ihrem Herzzentrum. Sie steht in einem Lotus, dem Prinzip der Entfaltung. Sie trägt in ihrem Inneren eine Gestalt von Vishnu, dem Herrn der Durchdringung.
Es gibt eine Visualisationsübung, wo man sich vorstellt, wie das Göttliche – sei es Christus, Vishnu oder wer auch immer - über dem Solarplexus steht und der Meditierende eins mit ihm wird. Die zarte Gestalt der Mutter steht im Spannungsfeld zwischen dem keimhaften Hervortreten und der gewaltigen Kraft der sich manifestierenden Energien. In ihrem Herzen trägt sie diese Spannung zwischen Zartheit und Macht in der Gegenwart Vishnus.

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Fische - Die Mutter, die Erde durch die Gnade ihres Blicks segnend

22. Oktober 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Minakshi ist in der östlichen Weisheit die Mutter, welche die Erde durch die Gnade ihres Blicks segnet. Für die Mutter nahm ich die Darstellung einer indischen Gottheit, doch ersetzte ihre Augen durch strahlend blaue Augen. Sie symbolisieren für mich die unergründliche Tiefe der mütterlichen Liebe. Aus der Mitte ihrer Stirn erstrahlt ihr Licht. Neben der Erde sind die Hände von Minakshi sichtbar; sie halten und segnen die Erde, deren Aura dadurch zu einer strahlenden Blüte wird.

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Öffnen der Hüllen der Seele zum grösseren Licht

11. Oktober 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Während vieler Jahre, bis in die Mitte meiner 40er Jahre, hatte ich das Gefühl, dass mein Leben noch nicht erblüht war, dass ich mich in einem knospenähnlichen Zustand befand. Ich wusste, dass dort Hüllen um die Seele sind, die langsam sich zu entfalten und zu weiten begannen. Dies war der Ausgang für dieses Gemälde.

Um den geschlossenen Zustand zu visualisieren, nahm ich ein Foto von der Knospe einer Seerose und eines von einem Ei, die ich miteinander verschmolz. Ich fügte die Gestalt einer Frau ein, inspiriert vom Gemälde eines präraffaelitischen Malers. Sie hält in ihren Händen eine Taube, die darauf wartet, emporzufliegen. Nach oben hin öffnen sich die Hüllen, so dass sich der in Inkarnation befindliche Seelenteil mit seinem Gegenstück vereinen kann, das im Licht des reinen Bewusstseins strahlt.

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Wassermann – Die Mutter mit dem Wassermann-Topf

01. Oktober 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Traditionellerweise wird der Wassermann als ein Mann dargestellt, der den Topf trägt, aus dem die Wasser des Lebens herabströmen. Für dieses Bild wählte ich eine weibliche Figur für den Wasserträger. Ich traf auf eine Madonna von Botticelli. Ich ersetzte das Jesuskind durch einen Wassertopf statt des Jesus hinzu und schuf einen Herabstrom von Licht aus einem Sonnenuntergang. Ich integrierte Sonnenstrahlen und ein NASA-Bild der Erde. Zum Schluss schuf ich eine Öffnung an der Rückseite des Topfes, als Symbol dafür, dass auf der einen Seite die Energie in die Manifestation herausströmt, auf der anderen Seite aber nichts hereinzukommen scheint.

Nun segnet die Mutter die Erde mit den Wassermann-Energien.

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Aditi - Die Mutter des Lichts und die Geburt der zwölf Lichter

11. September 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

In den Veden ist Aditi das Urlicht, das Licht der Welt, aus dem die 12 grundlegenden Qualitäten des Lichts hervorkommen. Sie sind die 12 Söhne von Aditi, die Qualitäten der 12 Zeichen des Tierkreises. In der spirituellen Astrologie sind die Zeichen nicht identisch mit den Konstellationen, sondern grosse Gedankenformen, welche den Raum um einen Globus imprägnieren und die Energien der Wesen zu gewissen spezifischen Qualitäten prägen. Ich visualisierte die 12 Qualitäten als 12 strahlende Energiezentren um die Mutter, die ein Kind trägt, wie in der Darstellung von Mutter Maria mit dem Kind Jesus Christus. Ich nahm die Inspiration von einem Bild des ungarischen Malers Franz Dvorak.

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Schütze - Der Baum der Weisheit und die Wasser des Lebens

03. September 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Schütze wird von Jupiter regiert, welcher den Lehrer und die Suche nach Weisheit darstellt. In den östlichen Lehren wird der kosmische Jupiter von Ganesha symbolisiert, dem elefantenköpfigen Gott, der Inkarnation göttlicher Weisheit. Das Prinzip des Lehrers auf der kosmischen Ebene ist Lord Dattatreya, der höheren Potenz von Lord Maitreya, welcher als der Weltlehrer verehrt wird. Dattatreya wird illustriert als ein Jugendlicher mit drei Köpfen. Der mit Jupiter, Weisheit und Meditation verbundene Baum ist der Ficus Religiosa.

Ich begann mit dem Bild einer Statue von Ganesha, der ein Weisheitsbuch liest. Hinter ihm ist der Stamm eines Ficus Religiosa. In seiner Krone befinden sich die drei Häupter von Dattatreya. Darüber schauen uns Lord Narayanas Augen an. In diese magischen Augen zu schauen, führt einen in die inneren Dimensionen. Das Strahlen der höheren Energien wird in der weissen Flamme zwischen den Augen visualisiert, die auf das dritte Auge hinweisen, der göttlichen Öffnung.

Mit Kreidestiften erschuf ich die Bewegungen des auf- und absteigenden ätherischen Stroms und die Flammen, welche die Häupter von Dattatreya umgeben. Ich war fasziniert durch die Unschuld der kindlichen Blicke voller göttlichem Frieden und Strahlen.

Lord Ganesha scheint es zu geniessen, dort unter dem Ficus-Baum zu sitzen und das Buch der ewigen Weisheit zu lesen. Alles ist ein Teil der fliessenden Bewegungen und des Mysteriums der Schöpfung.

47

Ausweitung und Erfüllung

27. August 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Lakshmi wird in Indien als die Mutter der Herrlichkeit in goldgelben Farben verehrt. Sie repräsentiert Wohlstand, Glück und Schönheit.

Für dieses Bild wählte ich eine Darstellung von Lakshmi und legte hinter sie ein NASA-Foto von einem Sonnenaufgang über der Erde. Lakshmi wird immer als Lotusse haltend dargestellt, während sie ihren Segen in Form von Goldmünzen ergiesst. Sie ist von Elefanten begleitet. So stellte ihr einen indischen und einen afrikanischen Elefanten zur Seite. Die Zentralsonne unseres Systems ist Alkyone in den Plejaden, die Konstellation der 7 Mütter. Die spirituelle Astrologie sagt, dass von dort Energien in unser System herabkommen. So schuf ich digital einen Herabstrom als einen Sternenfluss über unseren Planeten. Möge sich spiritueller Segen über die Betrachter ergiessen.

46

Skorpion – Die dunkle Mutter und die Konsequenzen von Blindheit

01. August 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Die mit dem Skorpion verbundenen Qualitäten sind verborgene Aktivitäten, Macht, aber auch der Verlust des Bewusstseins und Tod.

Ich nahm ein Foto der brennenden Ölplattform Deepwater Horizon, die 2010 im Golf von Mexiko versunken ist, umgeben von Feuerlösch-Schiffen in ihrem vergeblichen Versuch, die Plattform vor dem Versinken zu retten. Ich arrangierte ein Schwarzweiss-Bild von Kali, das die dunkle und furchterfüllende Seite der Natur als Teil des Göttlichen darstellt, und integrierte es in das Bild. Es wird so zu einem Symbol der menschlichen Arroganz, die die Natur ausbeutet und denkt, dass man den Konsequenzen entkommen kann. Kali hält ein Schwert in einer Hand und einen Stab mit einem Schädel, umgeben von einer Schlange, in der anderen – einem Symbol der Lebenskraft der Kundalini. Die Schlange kann den Tod bringen, aber auch das Bewusstsein anregen, zu den höheren Sphären aufzusteigen. Zwischen ihren Füssen sieht man das Yantra von Kali, der Macht, die den Menschen in den Klauen von Gier und Sex hält, solange diese Energien nicht aufwärts gerichtet sind.

Die brennende Ölplattform wird eins mit dem Zorn der göttlichen Mutter, der Halo vermischt mit den dunklen Wolken des brennenden Öls sieht aus wie ein apokalyptisches Warnsignal der Zerstörung.

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Antaryami – Der Herr im Herzen

30. Juli 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

In der indischen Weisheit wird das innere Bewusstsein auch der Meister im Herzen genannt oder der Innewohnende, Antaryami, oder Ishvara.

Für dieses Bild nahm ich ein indisches Bild von Ishvara und stellte es in einen grossen Lotus und einen Sonnenaufgang. Dann gab ich dem Strahlen des Innewohnenden Ausdruck, von dem es heisst, dass er in goldenem Licht erglänzt. Sein Ausdruck ist voller heiterem Frieden und Ausrichtung auf die inneren Dimensionen.

44

Waage - Die Mutter mit dem Tiger im Dschungel der Stadt

11. Juli 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Bei vielen Bildern verwende ich Symbole des Ostens und transponiere sie in ein westliches Umfeld. Für dieses Bild nahm ich die Inspiration von Durga, der undurchdringlichen Mutter mit dem Tiger, welche über die Zeit der Waage herrscht. Dieses Zeichen wird als die Zeit betrachtet, wo der Geist zu Leben in der dichtesten Materie hinabsteigt. In dieser Lebensphase kann man sich leicht auf dem Weg verlieren und den eigenen Lebenszweck vergessen.

Ich visualisierte dieses Leben in der dichtesten Materie mit dem Leben in einer Metropolis und nahm ein Foto von einer Strassenschlucht in New York. Für Durga nahm ich ein Gemälde eines englischen präraphaelitischen Malers, das die Natur darstellt, und transformierte seine Stellung, Farben und Ausdruck. Ich fügte ein Schwert und einen Lotus hinzu – das Schwert als ein Symbol der Stärke und der Lotus als das Symbol der Entfaltung. Ich nahm einen sibirischen Tiger in einer sprungbereiten Stellung. Dann arbeitete ich die ätherischen Bewegungen des Stadtlebens aus als die Bewegungen der Energie, welche die Gestalt der Durga umgibt.

43

Jungfrau - Reinheit und Heiligkeit der jungfräulichen Natur

19. Juni 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Jungfrau ist das Zeichen der Urnatur, die auch die jungfräuliche Natur genannt wird. Sie ist ein Ausdruck von sublimer Reinheit und Transparenz. Sie ist die Hüterin des Geistes, der in die Materie herabgestiegen ist und dort in Stille und Verschwiegenheit heranreift. So sieht man sie hier als eine Frau dargestellt, die Licht und Reinheit ausstrahlt. Sie sitzt inmitten von verblühten Blumen; dies deutet darauf hin, dass die Hitze des Sommers vorüber ist und die Saat bereits herabgefallen und in den Boden geglitten ist. Sie hält in der einen Hand eine Kornähre und in der anderen eine Lichtflamme, das Symbol vom Licht des Bewusstseins, das von Merkur, dem Boten der Götter, herabgebracht wird. Er ist der Herrscher des Zeichens Jungfrau.

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Löwe – die Mutter mit dem Löwen

11. Juni 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

In der östlichen Weisheit heisst es, dass eine der Formen der göttlichen Mutter die Gestalt von Saila Putri ist. Sie wird als eine Form von Parvathi betrachtet und auch die Tochter des Berges genannt, der Personifikation der Himalaja-Berge. Es heisst von ihr, dass sie selbst heute noch existiert und seit Urzeiten in der Form einer 18jährigen Frau lebt, begleitet von einem weissen Löwen. Von Zeit zu Zeit verleiht sie den Eingeweihten des Himalaja ihre Gegenwart durch das Brüllen des Löwen, der sie begleitet.

Für das Bild wollte ich nicht eine indisch aussehende Frau nehmen. Ich suchte nach einer Dame in königlicher Haltung, und ich fand eine Statue von Elisabeth von Thüringen, Königin von Ungarn. Es heisst, dass sie einmal bei einer Bedrohung durch ihren Mann eine Umwandlung von Brot in Rosen erlebte. Ich gab ihr eine grosse Rose als Symbol des Herzens. Im Hintergrund verschmolz ich die Bilder eines Sonnenaufgangs über dem Mount Everest und ein Panorama von Mount Kanchenjunga. Und der weisse Löwe liegt in seiner feurigen Höhle, die das Symbol des Herzzentrums ist.

41

May Call Day – Empfang der Energien der Synthese

21. May 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Im Buch Spirituelle Astrologie sagt Ekkirala Krishnamacharya, dass Uranus der Herrscher der Wassermann-Energien ist und Meister C.V.V. einen Funken des Metalls Uran besass, der von seinem Herzlotos ausstrahlte. Das Bild stellt symbolisch den Empfang der Energien dar und wie sie vom Herzzentrum ausstrahlen.

Man sieht von oben her den Herabstrom von Energien, die vom Meister empfangen werden und in elektrischem Blau und Violett leuchten. Sie wurden durch den Halley‘schen Kometen übermittelt. So platzierte ich ein Bild des Kometen auf die Brust, dessen Licht unterhalb der strahlenden Kugel beim Herzzentrum reflektiert wird.

40

Krebs – Die Krabbe, die Schildkröte und der Käfer

08. Mai 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Meister EK erklärt, dass wenn die Erde beginnt, sich zur Zeit der Sommersonnenwende vom höchsten Punkt zurückzubewegen, sieht es so aus, als würde die Sonne seitwärts von Norden nach Süden reisen. Daher wird sie als Krebs bezeichnet, wenn sie durch das Zeichen Krebs läuft. Ein Zweig der Symbolik stellt dies als einen Käfer dar, der einen Wurm zu einem Schmetterling erstehen lassen kann. Dies markiert die Umwandlung der Materie ins Denkvermögen, den Übergang zum Geist. Das Bild illustriert diese drei Aspekte der Symbolik des Zeichens.

Ich nahm ein Foto einer auf einem Strand laufenden Krabbe, zwischen Wasser und Land, d.h. zwischen der physischen und der Emotionalebene; ein weiteres von einer im Wasser schwimmenden Schildkröte. Die Schildkröte ist ein Symbol des Menschen, der gelernt hat, sich vom Äusseren zum Inneren zurückzuziehen und bei Bedarf wieder herauskommen kann. Die schwimmende Schildkröte schwebt elegant durch die Gewässer, denn sie hat die Emotionalebene gemeistert. Und darüber sieht man drei fliegende Marienkäfer. Sie stellen das Stadium dar, wo die Seele sich von der dicht-physischen Materie der drei niederen Ebenen befreit hat und in die weiten Welten des Geistes aufsteigt.

In der Mitte sieht man, wie der Mond sein Licht auf die Wasseroberfläche wirft. Der Mond ist der Herrscher von Krebs, und das gespiegelte Licht steht für die Illusionen, die entstehen, wenn man nur die Spiegelung und nicht das Original sieht. Es gibt eine Bewegung von rötlichen Schleiern um den Mond, für die ich ein Bild einer Rose verwendet habe, welche das von Krebs regierte Herz verkörpert. Die Rose steht auch für die intuitive und mystische Natur des Zeichens. Man sieht links das Symbol von Neptun, dem höheren Herrscher von Krebs, und die Glyphe des Zeichens in der rechten oberen Ecke.

39

Zwillinge - Einheit jenseits von Dualität

16. April 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Nach der alten indischen Tradition repräsentieren die Zwillinge ein sich ergänzendes Paar, nämlich die Subjektivität und die Objektivität. Die Subjektivität wird der Herr genannt und die Objektivität die Kraft des Herrn in Beziehung zu seiner Frau. Zwillinge wird als der Tempel des Herrn verehrt, an dessen Eingang sich zwei Säulen befinden, das Wort und die Bedeutung. Das Bild zeigt auf drei Ebenen, zwischen und über den Säulen, Krishna und Radha als Symbol von Dualität und Einheit.

Auf der physischen Ebene sind sie von einer Aura des Lichts umgeben, auf der solaren Ebene sieht man sie im Netzwerk der Energien, das die Planeten verbindet, und auf der kosmischen Ebene sind die beiden eins mit den fernen Sternen.

38

Stier - Die Milch der Weisheit empfangen

11. März 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Zum Stiervollmond kommt ein Strom von Energien aus kosmischen Zentren zur Erde herab. Die Spirituelle Astrologie sagt, dass sie via einen strahlenden Stern in der Nähe der Plejaden kommen, Aldebaran. Er wird auch das Auge des Bullen genannt. Man sieht diesen Stern oben im Bild. Buddha ist der Repräsentant dieser Energie auf Erden, so sieht man ihn zwischen den beiden Hörnern des Bullen. Sie stellen die „Antennen“ für den Empfang der Energien des göttlichen Willens dar. In der östlichen Symbolik ist Shiva die Verkörperung des Willensaspektes, und er wird in Form eines Lingams visualisiert. Der Bulle Nandi ist sein Reittier, und er ist stets so platziert, dass er Shiva in Form des Lingams anschaut.

In der unteren Bildmitte befindet sich ein schwarzes Lingam. Darüber fliesst ein Wasserfall. Rings um das Lingam sind viele Bilder von Meistern der Weisheit, und im Zentrum sieht man Lord Maitreya mit Meister Morya und Meister Kut Humi. Sie verbreiten das Licht der Weisheit. Es heisst, dass die Meister die kosmische Kuh melken und die Menschheit mit dieser Milch der Weisheit nähren.

37

Widder - Das Feuer des Lebens

04. März 2011, Farbstifte und Fotoarbeit

Widder ist das machtvollste Zeichen, der Beginn eines neuen Jahreszyklus mit der Frühlings-Tagundnachtgleiche. Man sieht überall in der Natur das Wirken der Lebenskraft. Die Energien der Sonne bringen frische Impulse, und dies wird vom Pferd dargestellt. Es gibt sieben Strahlen des einen Lichts, die als sieben Pferde dargestellt werden. Man sieht sie im Bild als aus einer riesigen Widder-Glyphe hervorkommen, die von den Farben der Morgendämmerung der aufgehenden Sonne ausgeht. Widder herrscht auch über das Kopfzentrum, so sieht man den Kopflotus in strahlenden Farben über den Pferden. Tiefe Stille und zugleich höchste Dynamik sind die kontrastierenden Elemente dieses Bildes.

36

Der kosmische Mensch. Tanz des Lichts

14. November 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Im Hintergrund des Bildes sieht man zwei riesige Augen und einen Mund. Von oben her strömt das Licht des dritten Auges ein – eine Darstellung der kosmischen Person mit den vielen Ebenen ihres Ausdrucks.

In der Mitte sieht man einen Globus, unsere Erde, mit dem Gesicht des Herrn unseres Planeten, Sanat Kumara. Zugleich ist es die Iris eines Auges, das den Kreis unserer Planeten darstellt. Dieser wiederum ist umgeben vom Rad des Tierkreises. Der Sternenhintergrund umgibt die gesamte Szene, so wie er ständig unsere irdische Existenz umgibt, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Das Bild stellt den mysteriösen Tanz des Lichts durch die Sphären der Schöpfung dar.

35

Fische – Verschmelzung. Synthese der Existenz

06. November 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Spirituelle Astrologie sagt, dass Fische den Segen darstellt, der durch den Blick der Augen der Mutter kommt.

Für dieses Bild verwendete ich eine Darstellung von Maria und wandelte sie in Blau um. Ich umgab sie mit dem Ring der ewigen Existenz. Die Fische umgeben sie auf dem aufsteigenden und absteigenden Bogen des Kreises / der Evolution. Oben links gleitet der eine Fisch durch die Tiefen des Raumes, wo man das Zeichen und die Konstellation der Fische sieht. Unten rechts taucht der andere Fisch in die Tiefe, wo man eine Gruppe von Seelen sieht, die auf der materiellen Ebene in menschliche Körper inkarniert sind. Sie befinden sich im Ozean der Existenz, umgeben von den Wassern des Raumes. Links ist Sri Kumar zu erkennen und in der rechten unteren Ecke der Autor. Die nachtblauen Farben stellen den Hintergrund der Existenz dar, den potentiellen Raum, in den hinein sich alle Formen manifestieren.

34

Wassermann – Ewiger Strom vom Klang des Lebens

30. Oktober 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Wassermann ist die Manifestation vom ewigen Strom des Lebens aus unbekannter Quelle. Die Wasser fliessen aus dem Wassermann-Topf, aus dem scheinbaren Nichts auf der anderen Seite. Der Sonnengott Apollo mit seiner siebensaitigen Leier illustriert die musikalischen Schwingungen, welche die Schöpfung hervorbringen. Hier sieht man Apollo mit seiner Leier und dem Wassermann-Topf. Der Topf in seiner Hand wird zur Sonne, und die musikalischen Schwingungen breiten sich durch den Raum aus. Aus dem Topf kommt ein ständiger Strom von Lotussen hervor, dem Prinzip der Entfaltung. Auf einem dieser Lotusse sieht man CVV, den Wassermann-Meister, der auf der Weite der Gewässer des Raumes schwebt.

33

Steinbock – Die Morgendämmerung des Jahres feiern

17. Oktober 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Im Jahreskreis steht Steinbock für die Morgendämmerung, wo die Sonne beginnt, sich zu ihrem nördlichen Lauf zu erheben. Steinbock stellt das erleuchtete Denken dar, das vom Pentagramm symbolisiert wird. Das Bild illustriert dies mit der fünfblättrigen Blüte über der Spitze von Mount Kailas, von wo höchste Erleuchtung auf die Erde herabströmt. Sie wird von der Spirituellen Hierarchie empfangen. Im Zentrum des Bildes sieht man die Szene der Guru Pooja-Feier in Simhachalam, Indien, zu Ehren der grossen Meister der Weisheit, die jedes Jahr im Monat Steinbock gefeiert wird. Sri Kumar ist zusammen mit einer Gruppe aus dem Westen in tiefer Meditation. Unten sieht man die Versammlungshalle vom Hintergrund aus, mit ca. 2000 Menschen beim Meditieren, um die Energien zu empfangen. Die verschiedenen Schichten verschmelzen zu einem energetischen Ganzen, wo man im Hintergrund die Glyphen von Steinbock und Saturn sieht, die Herrscher des Zeichens.

32

Schütze – Emporschiessen, Herabströmen

9. Oktober 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Schütze ist das Zeichen des Bogenschützens, welcher die spirituelle Aspiration unserer Seele symbolisiert, die danach strebt, emporzuschiessen und das Ziel zu erreichen. Wir tragen den Bogen und den Pfeil in uns – das Rückgrat ist der Pfeil, der Bogen ist die Linie der Augenbrauen, wo man das Brauenzentrum findet, den höchsten Punkt des Persönlichkeitsbewusstseins. Von dort aus kann man sich emporheben zum Ajna-Zentrum in der Mitte der Stirn, dem Sitz der Seele, und weiter darüber hinaus. Es heisst, das OM zu intonieren ist wie den Pfeil auf dem Bogen bis zum Äussersten zurückzuziehen, um hoch emporzuschiessen.

Das Bild zeigt die Gestalt von Meister MN, einem feurigen Meister, der viel im Hintergrund arbeitete. Der Pfeil schiesst in die höheren Sphären empor, von wo sich Energieströme zu den niederen Sphären ergiessen und Licht und Emporheben bringen.

In der oberen rechten Ecke findet man das Symbol von Jupiter, dem Herrscher von Schütze, in der linken das Symbol von Mars, dem Planeten des feurigen Strebens.

31

Skorpion – Der Adler und die Schlange

4. September 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Am Basiszentrum in unserem Körper liegt die gewundene Energie, die uns in der Materie verankert und die Kundalini genannt wird. Es heisst von ihr, dass sie eine Schlange ist, die 3 ½ Mal um das Ende der Wirbelsäule gewunden ist. Sie sehen diese Schlange im unteren Teil des Bildes. Wenn der Geist sich wieder aus der Materie erhebt, beginnt die Schlange, durch den zentralen Kanal aufzusteigen. Es gibt drei Linien von subtilen Energien – Ida, die materialisierende Energie; Pingala, die spiritualisierende Energie, und Sushumna, die ausbalancierende, zentrale Energie, die das Bewusstsein zu höheren Ebenen emporhebt. Man findet dieses Symbol im Merkurstab, der von zwei Schlangen umgeben ist. An der Spitze des Merkurstabs befindet sich eine Kugel, ein Symbol der Zirbeldrüse, dem Empfangspunkt für die Energien aus höheren Kreisen. Der Aufstieg des Menschen zu höheren Ebenen des Bewusstseins wird von der fliegenden Schlange oder dem Adler symbolisiert, der die Schlange überwunden hat. So sieht man den fliegenden Adler oben im Bild, wie er ringsum seine Energie verbreitet.

Auf der rechten Seite sieht man die Glyphe von Skorpion, dem 8. Zeichen des Tierkreises, das Tod und Wiedergeburt darstellt, und von Löwe, dem 8. Zeichen auf dem umgekehrten Rade. Neben dem Löwe-Zeichen ist Sirius, der auch mit den Energien verbunden ist, die von unten nach oben arbeiten. Sie werden die Energien des Südens genannt, die am Basiszentrum lokalisiert sind.

Auf der linken Seite sieht man die Glyphen von Mars, Pluto und Merkur, den Herrschern des Zeichens Skorpion auf verschiedenen Ebenen.

30

Der Lotus der Seele

14. August 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Das Zentrum des Bildes zeigt den zwölfblättrigen Lotus des Herzens mit vier Ebenen zu drei Blütenblättern. Die Entfaltung dieser Blätter bringt die Entfaltung der Seele. Die Farben stehen für die drei Strahlen, die aus dem Dunkelblau des Zentrum hervorkommen. Unter dem Lotus sieht man in Rot den vierblättrigen Lotus des Basiszentrums, der physischen Grundlage unserer Inkarnation. Aus ihm erhebt sich die Energie der Kundalini, wenn das Leben gut geordnet und im Gleichgewicht ist. Aus dem Zentrum des zwölfblättrigen Lotus wiederum strahlt ein helles Licht hervor und schiesst empor. Es öffnet sich zu einer Lichtsphäre, einem inneren Raum, wo das subtile pulsierende Prinzip ertönt. Man kann darauf lauschen, bis man die Schwingung des heiligen Wortes, OM, hört. Die Sphäre öffnet sich weiter zu den sieben Energien des Lebens, die von den sieben Sternen im oberen Teil dargestellt werden und die Beziehung mit dem grösseren Leben durch das Zentrum am Scheitel unseres Kopfes symbolisieren.

29

Waage – Gleichgewicht des niederen und des höheren Pols

8. August 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Im Zentrum des Bildes sieht man die Doppelpyramide, die Spitze zum Himmel gerichtet, den unteren Teil zur Erde. Sie ist ein Zeichen des Schutzes, das im Osten Gopura genannt wird. Oben sieht man eine Öffnung zu höheren Sphären, von wo Licht durch die Doppelpyramide herabsteigt und auf der Erde verankert wird.

Unten sieht man einen Bahnhof. Die Schienen symbolisieren die vielen Richtungen der Züge des Lebens, wo man in der Waage zu Kreuzungen kommt und man über die Richtung des eigenen Lebens zu entscheiden hat. Im niederen Teil der nach unten gerichteten Pyramide sieht man das Symbol von Venus, der Herrscherin der Waage. Venus stellt das Licht der Seele dar, welches die physische Sphäre des Lebens erleuchten sollte. Der Treffpunkt der oberen und der niederen Pyramide verschmilzt mit dem niederen Teil des Symbols der Waage im Hintergrund; die untere Linie symbolisiert die materielle Welt und der obere Teil den Geist, der in Ausgewogenheit darüber schwebt. So erscheint aus dem Zentrum des Symbols ein Kreis aus Licht mit einem schwebenden Adler. Die Schwingen stehen für das gut ausgeglichene Paar der Gegensätze, die es ermöglichen, das Leben in einem guten Gleichgewicht zu leben.

Die Lichtsphäre im oberen Teil ist von Sternen umgeben, und auf dem blauen Hintergrund sieht man die Glyphen von Saturn und Uranus, den höheren Herrschern der Waage, welche Disziplin und Umwandlung in das Leben des Jüngers auf dem Pfad bringen.

28

Jungfrau - Das Licht in der Materie

18. Juli 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Ich verwendete ein Foto von einer rosafarbenen Lilie als Symbol der Reinheit und der jungfräulichen Natur. Die Gestalt der Jungfrau verschmilzt mit der Lilie und dem Stempel an ihrem Schoss, Zeichen ihrer schöpferischen Kraft.

Die Jungfrau hält eine Kornähre in ihrer rechten Hand, um die Welt zu nähren, und in ihrer Linken das Symbol von Merkur als die Lampe des spirituellen Lichts. Merkur ist der Herrscher von Jungfrau.

Über ihrem Kopf sieht man sieben Sterne, welche die sieben Strahlen des Lichts darstellen, und von dem Zentrum steigt das Licht auf sie herab und umgibt sie. Sie ist die Vertreterin der Mutter der Welt, vor der aus sich die gesamte Schöpfung durch sieben Ebenen manifestiert. So ist sie von den sieben Farben des Regenbogens auf dem blauen Hintergrund umgeben, dem kosmischen Bewusstsein. Hinter der Jungfrau sieht man die Sphäre der Erde in Rot mit sieben Samen, die für künftige Ernten keimen. Rings um die Lilie sieht man eine Wiese mit Blumen auf einem rötlichen Hintergrund, Zeichen des Wachstums spiritueller Entfaltung.

27

Entfaltung - Das Herz des Menschen - Das Herz des Raumes

11. Juli 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Das Bild ist inspiriert von den „Okkulten Meditationen“, Nr. 57, von K. Parvathi Kumar, wo es heisst: „Das Herz des Raumes ist der Mensch. Das Herz des Menschen ist der Raum. Das Herz des Raumes ist das Zentrum. Das Herz des Menschen reflektiert die Peripherie.“

Im Zentrum des Bildes sieht man eine Rose in der Form eines Pentagramms. Die Rose ist das Symbol des Herzens, und im Zentrum des Herzzentrums befindet sich eine Öffnung, aus der eine weisse Flamme in der Form eines Lingams emporsteigt. Die Rose ist von einem Kreis umgeben, welcher aus der Sonne gebildet ist, die von hinten emporsteigt, und unten einer Blumenwiese. Am unteren Teil ist die Szene eines Feuerrituals, durchgeführt von Sri Kumar. Die Energie des Feuers steigt empor und verschmilzt mit dem Zentrum der Rose.

Im oberen Hintergrund, als das Herz des Raumes, befindet sich ein überarbeiteter Teil der Rosette des Kirchenfensters von Notre Dame de Paris. So verschmelzen das Herz des Menschen und das Herz des Raumes in eins.

26

Löwe – Die Mutter auf dem Löwen

27. Juni 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Löwe wird von der Sonne regiert. Hier sieht man die Glyphe der Sonne im oberen Zentrum, wie sie Lichtströme abwärts ergiesst. Der Löwe-Vollmond ist das zukünftige Fest der Hierarchie, und viele Meister der Weisheit sind in diesem Zeichen geboren. Im Zentrum sieht man eine Grupp von drei grossen Meistern, Kut Humi, Maitreya und Morya.

Die Höhle des Herzens ist, wie man sagt, die Höhle des Löwen, und die Pulsierung wird sein Brüllen genannt. Man sieht die Glyphe des Löwen als die Höhle des Löwen. Die Mutter, die auf dem Löwen sitzt, mit Ganesha im Arm, ist eine symbolische Darstellung der majestätischen Energie von Löwe.

25

Krebs – Mutter und Kind

24. Mai 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Krebs verkörpert die Mutter-Kind-Beziehung. Das Zeichen steht für die Geburt der Seelen in die Materie, wenn zur Sommersonnenwende die Sonne sich südwärts wendet und in der nördlichen Hemisphäre die Tage wieder kürzer werden. Es gibt im Jahr eine Bewegung von Aufstieg und Abstieg, die hier mit den absteigenden Wassern auf der linken Seite des Bildes dargestellt wird und die lunaren Kräfte repräsentiert, und dem Aufstieg der solaren Energien auf der rechten Seite.

Oben sieht man das Gesicht der Mutter, das von einem Bild von Michelangelo genommen ist, umgeben von den Strahlen der Sonne, und unten einen Embryo in der Arche des Mondes. Sie sind durch die Wasser getrennt, in denen die Glyphe von Krebs schwimmt. Darüber sieht man die Symbole von Neptun und Uranus, deren Energien durch den Herrscher von Krebs, den Mond, zur Erde reflektiert werden.

24

Zwillinge – Verteilen

15. Mai 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Dieses Gemälde zeigt den Empfang des Lichts aus höheren Sphären, das zur Erde hereinkommt und von Christus verteilt wird, der Verkörperung von Liebe und Weisheit. Das Licht tritt von einer Flamme oben am Bild her ein, durch das Portal der Glyphe von Zwillinge, wo die heilige Silbe OM strahlt. Es steigt weiter wie eine Halbkugel herab und teilt sich in sieben Ströme, verteilt über eine Stadt. Dafür verwendete ich ein Foto der Skyline von Berlin, vom Deutschen Bundestag aus gesehen. Darunter ist ein Autobahnstück östlich von Bern.

Im oberen Teil sieht man die Symbole von Merkur und der Erde, die nach den Weisheitslehren mit der Energie der Zwillinge verbunden sind.

23

Transmission – Verankern

01 Mai 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

1910 empfing Meister CVV die Energien der Synthese auf unserem Planeten. Es war ein Herabstrom von einem gewaltigen Ausmass, der so intensiv war, das es für die Erde lange braucht, um ihn zu absorbieren, mehrere Jahrhunderte, wie er sagte.

Die Energien kamen via Sirius und den Halley’schen Kometen in unsere System. Man sieht Sirius im obersten Teil des Gemäldes, und die Pyramide der 4 Meister, die sich besonders dem Herabtransformieren der Energien widmeten, darunter – in der Form eines Kometen, der in den Äthern, den Gewässern des Raumes unseres Planeten verankert wurde. So sieht man eine Linie, die von den Meistern CVV; MN, EK und KPK gebildet wird; der letztere erdete durch sein Werk die Energien im Physischen.

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Stier – Vaisakh Vollmond

25. April 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Seit undenklichen Zeiten versammeln sich die Meister der Weisheit und ihre Jünger während des Vaisakh-Vollmonds im Vaisakhtal in der Nähe vom Mount Kailash, zur Meditation und zum Empfang des neuen Impulses des göttlichen Plans, um ihn im folgenden Jahr auszuarbeiten. Während einige sich dort auf der physischen Ebene treffen, kommen viele sublime Wesen in den subtilen Sphären zu der Versammlung

Dieser Vollmond wird auch Buddha-Vollmond genannt, da Buddha seine Erleuchtung während eines Stier-Vollmonds gefunden haben soll. Doch es ist auch Buddha, der auf der Erde geblieben ist, um der Menschheit beizustehen. Er übermittelt die Energien von höheren Kreisen zu dieser glückverheissenden Vollmondzeit.

Das Bild zeigt die Glyphe von Stier mit Lord Buddha, der in der Mitte sitzt. In dem Halbmond des oberen Teils der Glyphe sieht man Aldebaran, den Stern in der Konstellation Stier, von wo „das Brüllen des göttlichen Wortes“ hervorkommt, um herabzuströmen. Auf der linken oberen Seite sieht man die Venus, die exoterische Herrscherin von Stier, und auf der rechten Seite den Stier-Vollmond, der die Energien von Vulkan übermittelt. Dieser ist ein noch verborgener Planet, der den höheren Aspekt des göttlichen Willens verkörpert, was symbolisch durch den Bullen Gauri ausgedrückt wird, dem Reittier von Lord Shiva.

Unten sieht man ein Tal mit der Versammlung einer grossen Gruppe von Jüngern und in der Mitte einer Darstellung DES MEISTERS in der Form von Meister KPK. Um die Gruppe herum sieht man erhabene Wesen im Äther.

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Widder

13. April 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Weisheitslehren erklären, dass jedes Jahr zu Beginn von Widder es einen frischen neuen Impuls gibt. Er kommt aus höheren Kreisen und wird vom Herrn des Planeten, Sanat Kumara, und den ihn umgebenden sublimen Wesen, die in der Gobi-Wüste im Ashram von Shamballa, auf der zweiten, feinstofflichen Ätherebene leben, empfangen. Dieser energetische Impuls wird später, zum Stier-Vollmond, an die spirituelle Hierarchie und ihre Jünger weitergereicht, um noch weiter abgeschwächt am Zwillinge-Vollmond an die ganze Menschheit als der neue Impuls verteilt zu werden, der das Leben weiterbringt.

Diese Gemälde entstand auf einem Foto mit dem Kopf von Meister CVV. Oben sieht man die 12 Tierkreiszeichen, die vom Zentrum des Lichts aus hervorleuchten. Die Zeichen des kardinalen Kreuzes bilden die Arme der Swastika, bei dem der Krebs unten den Abstieg der Seelen in die Materie symbolisiert. Die Nase und die Augenbrauen bilden die Glyphe von Widder. Durch die Nase werden die kosmischen Energien auf unsere Erde herabgeblasen. Der Teil des Mundes wird vom Mount Kailash gebildet, der sich hoch über den Horizont erhebt. Es heisst, dass er das Haupt von Lord Shiva darstellt, der den Herabstrom der kosmischen Flut von Ganga empfang, den ätherischen Wassern des Raumes. Und es stellt den Wohnsitz vom Herrn des Planeten, Sanat Kumara da, dessen Shamballa genannter Ashram sich in den Äthern der Gobi-Wüste befindet. Hier sieht man die Flammen, die diesen Ort verkörpern, von wo aus unser Planet jedes Jahr den neuen Lebensimpuls zum Widder-Vollmond empfängt.

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Die Grossen

26. März 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Dieses Bild ist entstanden aus einem Erlebnis, das ich während meiner Studienzeit hatte.

Eines Morgens, als ich die Augen öffnete, standen drei hochgewachsene Männer am Ende meines Bettes. Ich war in einem Schockzustand und konnte mich nicht bewegen. Die drei grossen Personen in langen Roben schauten mich einfach nur an, ohne etwas zu sagen. Es war recht lange, vielleicht ein bis zwei Minuten. Es war keine ätherische Vision, sie schienen in ihren physischen Körpern dort zu sein. Nach einer Weile lösten sie sich auf und ich kam aus meiner Lähmung heraus. Ich stand rasch auf und war recht irritiert.

Ich fand keine überzeugende Erklärung für diese Erfahrung, obwohl ich über Erscheinungen und ähnlichem nachlas. Im Januar 2010 fragte ich schliesslich Sri Kumar zu dieser Erfahrung. Er sagte mir, dass zu den Zeiten von H.P. Blavatsky die Mahatmas sie und andere häufig in Adyar besucht hatten und dass ich damals ein Zeuge dieser Besuche war. Sie kamen in diesem Leben zu mir als ein Segen. Es war eine echte Erfahrung.

Ich verwendete für das Bild ein Schwarz-Weiss-Foto, welches Madam Blavatsky zeigt und hinter ihr die Meister Kut Humi, Morya und St. Germain. Ich bearbeitete es und fügte die Flammen ihrer Strahlen hinzu.

Für mich spielt es keine Rolle, ob dieses Bild authentisch ist oder nicht. Es gibt auch keine Möglichkeit, die Authentizität meiner Erfahrung zu beweisen, doch sie hat eine tiefe Wirkung in meinem Leben hinterlassen.

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Ein Apfel werden, für andere zum essen

23. März 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Dieses Gemälde zeigt die Transformationsprozesse vom Samen zur Frucht – doch nicht auf die Weise, wie man sie vom Baum her kennt: Der Apfel ist grösser als der Baum.

Die Wurzeln nehmen die Lebenskraft aus dem Boden und die Blätter aus dem Raum. Der Boden ist Teil unseres Globus, und die Lebensenergie gehört zur Weite des energetischen Ozeans. Die Saat im Stamm empfängt ihre Nahrung aus dem Boden und wächst durch den Stamm, um sich durch die Zweige auszuweiten. Die Blüte ist der subtilste Teil des Baums. Wenn sie ihre Erfüllung erlangt hat, bringt sie die Frucht hervor. Der Apfel wird jedoch nicht vom Baum verwendet, sondern von jenen, die ihn nehmen, verkaufen, anderen zum Essen geben. So ist der Apfelbaum ein Symbol des selbstlosen Verteilens der eigenen Früchte. Und wenn wir die Früchte unseres Tuns verteilen, schliesst sich der Kreis.

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Metamorphose – von der Persönlichkeit zur Seele / Bewusstsein, zur Überseele / universales Bewusstsein, der Mutter der Welt

20. März 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Dieses Bild Ausdruck eines Metamorphose-Prozesses, den ich durchgemacht habe.

Unten im Gemälde sieht man einen Auszug aus einem Gemälde von Millais John Everett Millais namens „Ophelia“, das mich in meiner Jugend tief beeindruckte. Von dort spriesst eine Blume hervor mit einer jungen Frau als Symbol der Wandlung. Und darüber sieht man die Grosse Mutter, umgeben von einem Regenbogen aus Energien, die sich aus den Gewässern erheben, mit dem tiefen Blick des unendlichen Raumes.

So illustriert das Bild, wie aus alten Schatten und Wunden neue Impulse des Lebens spriessen. Das Vergangene wird umgewandelt, um zu weiteren Erfahrungsdimensionen zu führen.

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Boten der Synthese

16. März 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Am 17. März 1984 ging Meister EK in höhere Kreise über. Ich malte dieses Bild im Gedenken an seinen Übergang. Auch wenn ich ihn nicht physisch getroffen habe, haben mich seine Lehren tief inspiriert, besonders während ich in den 90er Jahren einige seiner Bücher übersetzte.

Ich versuchte, die gewaltige Schwingung elektrischer Strahlung einzufangen, die durch die Meister CVV, MN und EK herabtransformiert wurde, um Menschen von niederen Ebenen des Gewahrseins langsam emporzuheben. Man kann dies in einer meditativen Ausrichtung spüren, insbesondere durch die Lehren.

Hier ist Meister EK umgeben vom gold-gelben Licht von Buddhi, der reinen Weisheit, die eine aurische Einheit mit Meister CVV bildet.

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Schlangenblume

14. März 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Lebenskraft namens Kundalini ist im Basiszentrum verankert und hält uns mit dem Physischen verbunden. Sie wird auch die Schlange genannt. Wenn das Grobphysische leichter wird, beginnt die Schlange aufzusteigen und uns von der Konditionierung der Materie zu befreien. Wir fühlen uns leichter und das Bewusstsein dehnt sich aus. Der Aufstieg geschieht durch verschiedene Ebenen von Dichte der Materie und reflektiert sich in verschiedenen Farben.

Für das Bild arrangierte ich den 12-blättrigen Lotus von der Skulptur eines Freundes, die ich digital perspektivisch transformierte. Dann begann ich den Pfad der Schlange durch die verschiedenen Farbebenen zu malen. Vom 12-schichtigen Lotus an schiesst sie zum Ajna-Zentrum über den Augenbrauen empor und von dort verschmilzt sie in den 1000-blättrigen Lotus des Sahasrara (Kopfzentrums).

Die in Meditation geschlossenen Augen formte ich wie zwei Blütenblätter am Stängel der Lotusblume. Die verschiedenen Ebenen entsprechen in der Farbe den inneren Ebenen, auch wenn es schwierig ist, die Schwingung der inneren Farben in äusseren Farben auszudrücken. So mag das Bild dem Betrachter helfen, emporzuschiessen und sich von der dichten Materie zur Seele hin auszuweiten und in die Weite des Geistes zu verschmelzen.

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Lingam des Herzlotus

23. Februar 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Im Januar und Februar gab es einige extreme Herausforderungen, die mich bis ins Innerste erschütterten. In dieser Zeit erlebte ich die Festung der inneren Kammer des Herzens, wo im Zentrum des Lotus sich der innere Mensch befindet, die daumengrosse ätherische Form der äusseren Form. Sie ist jenseits der mehr äusseren Erschütterungen. Von dieser Kammer aus gibt es eine Öffnung nach Oben, von wo Licht hereinkommt oder ein Aufstieg möglich ist. Dies versuchte ich in der mit groben Strichen gemachten Zeichnung darzustellen.

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Musik der Seele – Vollmond

29. Dezember 2009, Farbstifte und Fotoarbeit

Dies ist das letzte der 12 ersten Gemälde der neuen Serie, die ich Bilder der Synthese nannte. Ich wusste nicht, dass ein Bruch und eine Pause von fast zwei Monaten unmittelbar nach dem Erstellen dieses höchst spannenden Bildes kommen würde.

Anfang der 90er Jahre übersetzte ich das Buch „Musik der Seele“ von Meister EK ins Deutsche. Dieses Werk setzte mich in einen Zustand der Entrückung, und ich erlebte, wie ich von der Musik von Krishnas Flöte berührt wurde. Dies kam wieder, als ich dieses Bild machte.

Ich nahm das Bild eines klassischen Gemäldes von Lord Krishna mit seinem Pfau (links), wie er seine Flöte am Ufer des Yamuna-Flusses spielt. Ich transformierte es, intensivierte die Farben, schuf eine visionsartige Stimmung. Möge der Klang von Krishnas Flöte, der durch die Farben vibriert, Sie in die Erfahrung seiner Gegenwart versetzen.

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Planetarische Heilungsmeditation

27. Dezember 2009, Farbstifte und Fotoarbeit

Einer der besinnlichsten Plätze, die ich kenne, ist das planetarische Heilungszentrum an der Küstenstrasse in der Nähe von Visakhapatnam, Indien. Umgeben von einem wunderschönen Garten mit einer Statue von Lord Maitreya und einer von Lord Buddha, hat es eine konische Struktur, die mit der Zahlenpotenz von 7 aufgebaut ist, nach dem Entwurf von Sri Kumar.

Zu Beginn nahm ich ein Foto vom Äusseren des Gebäudes und von einer Gruppenmeditation mit Sri Kumar im Inneren. Ich fügte ein Foto der NASA von einem Sonnenaufgang über der Erde hinzu und ersetzte die Sonne durch das OM. Dann fügte ich ein Bild der Statue von Lord Maitreya im oberen linken Teil hinzu und von Lord Buddha im oberen rechten Teil, doch bedeckte sie mit blauer Farbe, um sie im Hintergrund zu halten. Im Vordergrund sieht man die Zeichen der Planeten und die Tierkreiszeichen, die mit dem Abstieg der Energien dort verbunden sind. Der Herabstrom der Energien kommt aus dem Kosmos durch die Spitze des Konus und strömt als ein Segensfluss über den Globus, zur planetarischen Heilung.

Im rechten Teil unten sieht man die Achat-Kugel aus Südamerika, die im Zentrum des Heilungszentrums steht und unseren innersten Kern und zugleich den Globus repräsentiert. Sie ist umgeben von Kreisen aus weissen Steinstufen wie sich ausweitende Kreise des Bewusstseins.

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Feuerritual

26. Dezember 2009, Farbstifte und Fotoarbeit

Jedes Mal, wenn ich an einem von Sri Kumar durchgeführten Feuerritual teilnahm, war ich von den erzeugten Energien begeistert. Der Raum beginnt zu vibrieren und füllt sich mit sublimen Strahlungen, die weit über das tatsächliche Feuer hinausragen.

Für dieses Bild verwendete ich ein Foto, das ich bei einem Feuerritual aufgenommen hatte. Ich malte die feurigen Flammen, wie sie sich durch den Raum ausdehnen und den Altar mit den Bildern der grossen Meister der spirituellen Hierarchie umgeben. In der linken Ecke stand eine kleine Krishnastatue, die man hier von blauen und goldenen Flammen umgeben sieht.

Das Feuerritual beginnt mit dem Aufbau einer dreiecksförmigen Grundlage von sieben Mal drei Hölzern, die angezündet werden. Diese Hölzer stehen für die sieben Ebenen der Schöpfung, die sich durch die drei grundlegenden Qualitäten von Trägheit, Aktivität und Gleichgewicht ausdrückt. Die feurige Energie durchdringt sie alle und führt das Werk der Schöpfung durch.

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Herabstieg des Avatars der Synthese von Sirius zur Erde via Uranus

25. Dezember 2009, Farbstifte und Fotoarbeit

Wie das Bild „Die Energien der Synthese“, zeigt dieses Gemälde den Abstieg und den Empfang dieser Energien.

Ganz oben sieht man im Zentrum Sirius, auf der Rechten den Grossen Bären und auf der Linken die Plejaden. Sie bilden ein kosmisches Kräftedreieck, das mit den Energien des ersten, zweiten und dritten Strahls, von Wille (Grosser Bär), Liebe-Weisheit (Sirius) und intelligenter Aktivität (Plejaden) verbunden ist. Darunter sieht man Uranus und dann den Abstieg der Energie via den Kometen auf die Erde. Auf der Erde sieht man die „Skyline“ der Blauen Berge (Nilagiris) in Südindien, dem Sitz des Ashrams von Meister Jupiter, der in den östlichen Schriften Agastya genannt wird und als das älteste Mitglied der spirituellen Hierarchie verehrt wird; er wirkt seit Urzeiten auf der Erde. Meister CVV, den man in der Lotusstellung sieht, ist ein führender Jünger dieses Ashrams.

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Der Herr der Violetten Flamme und Chintamani

24. Dezember 2009, Farbstifte und Fotoarbeit

Weihnachten 2009 war sehr still – der Rest der Familie war mit Grippe im Bett, ich kümmerte mich um sie und machte 4 Gemälde in 5 Tagen.

Zur Wintersonnenwende machte ich ein Foto von einer wunderschönen Portea-Blüte, die ich im Garten in den Schnee stellte, mit der aufgehenden Sonne im Hintergrund. Ich nahm dieses Foto als Ausgangspunkt für das Gemälde, ein weiteres von einer Kristallhöhle im Grimsel-Wasserkraftwerk – die Anlage befindet sich tief im Inneren der Alpen, und auf dem Weg dorthin ist diese Höhle. Dann fügte ich einen Auszug des Bildes vom Herrn der Violetten Flamme hinzu, St. Germain.

Die violette Flamme steht besonders mit dem Mineralreich und dem violetten Äther in Verbindung. Die Weisheitslehren sagen, dass es grosse unterirdische Höhlen im Himalaja gibt und dass in Shamballa das wunderbare Juwel von Chintamani ist. Sri Kumar sagte in einem Seminar, dass es sich auf der Stirn von Sanat Kumara befindet und manchmal der Hierarchie gegeben wird. Es hat die Kraft des Manifestierens. Neben dem Zentrum von Chintamani auf dem Planeten gibt es auch das Chintamani-Zentrum in jedem Menschen, das normalerweise im Schlafzustand ist, doch das erfahren werden kann, wenn wir uns Ebene für Ebene im Gewahrsein erheben.

So sieht man im Zentrum dieses Bildes das Chintamani-Juwel im Höhlentempel, der zugleich vom Herzen von St. Germain ausstrahlt. Gelbe und violette Flammen kommen herab und beleben die machtvollen Kristalle in der Höhle. So ist das Bild eine Einladung zur Visualisierung.

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Die Energien der Synthese

20. Dezember 2009, Tinten, Farbstifte und Fotoarbeit

Dieses Bild stellt das Einströmen der Energien der Synthese dar. Man sieht Meister CVV in seiner typischen Pose vor einem Lotus sitzend, dem Symbol der Entfaltung, auf dem blauen Globus, welcher die Erde repräsentiert, umgeben von dem Herabstrom des Lichts. Der Globus ist von elektrisch-blauen Wellen durchdrungen.

Oben sieht man Sirius, von wo die Energie ihren Ursprung genommen haben soll, zur Rechten den Grossen Bären und zur Linken die Plejaden. In der esoterischen Astrologie bilden diese drei ein grosses Kräftedreieck, das eine tiefe Beziehung zu unserem Sonnensystem hat. Ein Bild zum Meditieren.

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Die verborgene Blume - neun Monate später geboren. Nacht

18. Dezember 2009, Tinten, Farbstifte und Fotoarbeit

Dieses Bild entstand, indem eine Lampe hinter das bemalte Papier gehalten wurde. Es ist ein Ausschnitt von “Frühlingserwachen. Stille Freude – Jubilieren”, neun Monate später gemacht. Er erinnert mich an einen Stern, der auf die Erde gefallen ist und, nachdem er dort Wurzeln gefasst hat, nun wächst. Möge dieses Licht im Herzen des Betrachters wachsen.

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Frühlingserwachen. Stille Freude – Jubilieren

18. Dezember 2009, Tinten, Farbstifte und Fotoarbeit

Dies ist eines der Gemälde, die mich beim Malen am meisten begeisterten. Das Bild zeigt die Öffnung der vier höheren Zentren, das Herz-, das Kehl-, und das Ajnazentrum und das Sahasrara. Sie wachsen alle aus einem Stiel, der aus der Sonne unten spriesst, dem Basiszentrum, dem tiefsten Punkt, an dem der Sonnenengel – wir als unser höheres Selbst – in der Materie verankert ist.

Ich machte das Gemälde, nachdem ich eine intensive Öffnung des Herzens erlebt hatte. Das Gemälde reflektiert dies.

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Die Geburt der Seele / Venus aus Raum/ Äther/ Jupiter und Zeit/ Materie / Saturn

15. Dezember 2009, Tinten, Farbstifte und Fotoarbeit

Ich bin sehr von Symbolen der Kosmogenese fasziniert, der Erschaffung der kosmischen Existenz. Wie kann das anscheinende Etwas aus dem scheinbaren Nichts hervorkommen? Die Weisheitslehren erklären, dass wenn die Schöpfung ins Seins kommt, die Manifestation von Zeit in den Raum hinein geschieht. Im Raum findet man die potentielle Manifestation, und wenn dies geschieht, erscheint das kosmische Feuer. Ich versuchte, dies in diesem Gemälde darzustellen.

So verwendete ich für dieses Bild ein Foto der alten astrologischen Uhr am Zytglogge-Turm in Bern, als ein Symbol der verschiedenen, von Saturn regierten, Zeitzyklen. Saturn steht auch für die Materie.

Oben stellte ich ein Foto einer Galaxie, als ein Symbol des Raumes und auch des Geistes.

In der Mitte sieht man die berühmte Venus von Botticelli in einer Muschel stehend. Venus ist das Symbol der Seele, und die Muschel repräsentiert das weibliche Prinzip.

Bewusstsein manifestiert sich aus der Durchdringung von Geist und Materie. So wird das Haar von der Venus in den Wirbel der kosmischen Bewegung der Sterne hineingezogen. Und die Muschel, die sie hält, tritt aus dem Zentrum der Uhr, der Zeit hervor.

Die nackte Venus ist auch Isis oder Mutter Natur in ihrer vollen Schönheit. Hier kommt sie nicht aus dem Ozean hervor, sondern aus dem Feuer, dem kosmischen Wärme-Prinzip oder den Flammen des Sonnenprinzips.

5

Herabstieg des Avatars der Synthese von Sirius zur Erde via den Kometen - 2

13. Dezember 2009, Tinten, Farbstifte und Fotoarbeit

Dies ist das gleiche Bild wie „Herabstieg des Avatars der Synthese von Sirius zur Erde via den Kometen 1“. Ich hielt zufällig eine Lampe hinter das Bild und sah, wie es leuchtete. So machte ich ein Foto davon.

4

Herabstieg des Avatars der Synthese von Sirius zur Erde via den Kometen - 1

13. Dezember 2009, Tinten, Farbstifte und Fotoarbeit

In diesem Gemälde versuchte ich den Herabstieg der Energien von Sirius via den Halley’schen Kometen in die Erde einzufangen, die von Meister CVV empfangen wurden. Ich nahm ein Foto von Sirius (ganz oben), dann von Uranus, von einer Sonnenfinsternis und der Erde. Die Energie steigt in elektrischem Blau vom höchsten Punkt bis zum niedrigsten herab und läuft durch alle Sphären und erschüttert die Erde. Diesen Abstieg zu malen war eine sehr machtvolle Erfahrung. Man kann es auch als einen inneren Prozess betrachten, wo die Energie durch das gesamte eigene System herabsteigt, es erschüttert und neu ordnet. Nach solch einer Berührung ist man nicht mehr der Gleiche. Doch die Assimilierung braucht lange Zeit. Was die Energie der Synthese betrifft, so sagte Meister CVV, dass es mindestens 240 Jahre von seiner Geburt an dauern werde, um ein wenig von seinem Werk zu verstehen.

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Tanz der fliegenden Schlangen - Die Eingeweihten um den Weltlehrer

Anfang Dezember 2009, Tinten, Farbstifte und Fotoarbeit

Für das Gemälde verwendete ich das Bild von Lord Maitreya, dem Weltlehrer, das Meister EK den Gruppen gab. Der gesamte Ausdruck berührt mich stets; die Anmut des Blicks ist sehr tief.

In der östlichen Symbolik gibt es Schlangen, die auf dem Boden kriechen, welche die Wesen repräsentiert, die erdgebunden sind, und die aufsteigenden, weissen Schlangen, die auf ihrem Schwanz stehen – die Wesen, welche zum Geist streben und deren Lebensenergie, die Kundalini, sich aufwärts bewegt. Schliesslich steht diese Energie mit dem Ajnazentrum auf der Stirn in Verbindung und bewegt sich über die physische Form hinaus – die Schlange bewegt sich in den Äthern des Raumes, wenn der Mensch die Bindung der Materie überwunden hat und zu einem Eingeweihten geworden ist. Er wird dann eine fliegende Schlange genannt.

So malte ich eine Gruppe von 6 weissen fliegenden Schlangen, die um Lord Maitreya herum tanzen - Mit den goldenen Wachsmalstiften zeichnete ich die Bewegungen des ätherischen Tanzes, alles auf dem Hintergrund vom Blau und Weiss der Äther des Raumes.

Man findet diese Beschreibung in grösserem Detail im Buch „Okkulte Meditationen“ von Sri K. Parvathi Kumar. Im Kommentar zur Meditation 28 heisst es unter anderem: „Dem Schüler wird empfohlen, sich den aufwärts führenden Weg der Kundalini vom Muladhara an vorzustellen und über die Zentren der Sushumna diesen ganzen Weg entlang zu gehen, das Brauenzentrum zu erreichen und dann mit seinen Flügeln in die Weite des Blaus aufzusteigen. Weiterhin sollte er sich vorstellen, dass er mit seinen Flügeln in dem grenzenlosen Blau fliegt und auf eine Gruppe solcher fliegender Lebewesen trifft, die bereits in unterschiedlichen Höhen fliegen und verschieden glänzen.“

2

Kundalini-Aufstieg – Beginn der höheren Brücke

Anfang Dezember 2009, Tinten, Farbstifte und Fotoarbeit

Wie in der Einleitung erwähnt, hatte ich eine Öffnung der inneren Kammer erfahren. Es war ein Gefühl wie in eine Kapelle einzutreten. Im Zentrum war etwas wie eine aufsteigende Flamme.

Für dieses Bild verwendete ich ein Foto vom Inneren der Kathedrale von Gerona / Spanien und von einer Lotusblüte. Das mittlere Fenster stellt die Wirbelsäule mit dem mittleren Pfad der Sushumna dar, die sich aus dem Lotus an der Basis der Wirbelsäule erhebt. Oben öffnet sich die innere Kapelle zu den höheren Sphären des Lichts, deren Glanz herabstrahlt.

Sie können in das Violett und Blau eintauchen und sich selbst emporheben lassen, in die oberen Bereiche eintreten, mit inneren Klängen von sublimen Tönen wie Orgelmusik.

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Verehrung der Sonne, durch die 5 Elemente

29. November 2009, Tinten, Farbstifte und Fotoarbeit

Der Ausgangspunkt dieses Bildes war ein Foto. In einem Park fotografierte ich die Statue einer jungen Frau auf einer Kugel, die auf einer Säule steht. Hinter der Säule mit der Statue war ein Baum. Alles verschmolz – ein fantastisches Zusammentreffen.

Für mich wurde die Säule zur Wirbelsäule mit den sich entfaltenden Energien. Die Frau, oder die weibliche, sensitive Natur im Inneren, wurde eins mit dem Baum, der sich entfaltenden Natur, und der Baum wie die Öffnung des Sahasrara, des Kopfzentrums. Die Sonne symbolisiert das geöffnete Herz. Von dort dehnen sich die Energien in den Raum aus.

Die Weisheitslehren erklärten, dass im Vorgang der Manifestation die Schöpfung aus der Energiesphäre zur Sphäre des schöpferischen Denkens (Mahat) kommt, und sich weiter zu den 5 Elementen der Natur entfalten – dem Äther des Raumes, der Luft, dem Feuer, dem Wasser und der Erde. Hier sieht man die Ausdehnung dieses Manifestationsprozesses, der aus der einen Quelle kommt und sich mit einem Gefühl von Freude und Freiheit ausdrückt. Er reflektiert die beiden nächtlichen inneren Erfahrungen, die in der Einleitung erwähnt sind und durch die ich gerade gegangen war.